Erst ein Fall geklärt

Fahrerflucht nach Skiunfall – Kaum Chancen für Polizei

Oberösterreich
09.02.2010 14:54
Die Polizei hat nur eine magere Erfolgsbilanz bei der Jagd nach Pistenrowdys im Land ob der Enns vorzuweisen: Nach sechs Fahrerfluchts-Unfällen konnte erst ein Übeltäter geschnappt werden. Hauptproblem der Fahnder: Die Anzeigen erfolgen erst sehr spät.

So saß ein flüchtiger Snowboarder nach einem Crash am Hochficht seelenruhig in einem Lokal. Offiziell wurden heuer sechs Skiunfälle mit Fahrerflucht angezeigt. Die Dunkelziffer ist aber weit höher, wissen Experten.

Polizei zu spät informiert
"Die Leute erstatten meist sehr spät Anzeige. Aber wir geben nicht auf und suchen weiter", so ein Ulrichsberger Polizist. Der nach jenem Snowboarder fahndet, der eine Skifahrerin (24) am Hochficht von hinten gerammt hatte.

Die Verletzte musste ins Spital, die Polizei wurde erst Stunden später alarmiert. "Wir haben dann erfahren, dass derjenige Boarder am Nachmittag in einem Restaurant gesessen ist, aber da wussten wir noch nichts vom Unfall", so der Beamte. Einzig ein tschechischer Snowboarder (23) konnte am Hochficht nach einem Unfall gestellt werden.

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