Die beiden Klagenfurter kannten sich schon längere Zeit und gingen, wie berichtet, in der Nacht auf Freitag gemeinsam auf den Parkplatz vor einer Klagenfurter Diskothek. "Sie hatten offenbar eine alte Rechnung zu begleichen", wissen die Kriminal-Ermittler.
Zustand des Opfers weiterhin kritisch
Die Auseinandersetzung eskalierte in einer Prügelei, bei der der mutmaßliche Täter mit einem Holzpflock auf seinen Kontrahenten einschlug. "Der 29-Jährige liegt seither im künstlichen Tiefschlaf. Der Mann sollte eigentlich am Montag aufgeweckt werden – der Gehirndruck ist jedoch wieder gestiegen. Der Zustand ist weiterhin kritisch", erklärt Dr. Peter Lind, medizinischer Leiter des LKH Klagenfurt.
Tatverdächtiger erhängte sich mit Gürtel
Polizeifahnder konnten den Verdächtigen wenige Stunden nach der Bluttat festnehmen. Er dürfte offenbar nicht mit solch schweren Folgen gerechnet haben. "Der 24-Jährige wurde am Montag in der Früh tot in seiner Zelle gefunden. Er hat sich mit einem Gürtel erhängt", sagt Dr. Karl Drexler, Leiter der zentralen Vollzugsdirektion.
Mithäftling schlug Alarm
Der Klagenfurter war nach der Einlieferung in die Justizanstalt einem psychologischen Test unterzogen und daraufhin in die Psychiatrie eingeliefert worden, von wo er jedoch wieder in das Gefängnis in Klagenfurt gebracht wurde. Der Mithäftling des Tatverdächtigen schlug am Montag um 6.10 Uhr Alarm, weil der 24-Jährige nicht aus der Toilette kam.
von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"
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