29.12.2018 08:00 |

„Ping-Anrufe“

Abzocke! Telefon-Betrüger locken in die Falle

Ein verpasster Anruf, ein Rückruf - und schon schnappt die fiese Kostenfalle zu! Seit Weihnachten häufen sich in Tirol wieder Fälle von so genannten Ping-Anrufen. Dahinter stecken internationale Betrüger-Banden, die den ahnungslosen Opfern das Geld aus der Tasche ziehen wollen. Bemerkt wird der Schaden oft erst später. Die Polizei rät zu erhöhter Vorsicht!

Seychellen, Sudan, Nigeria, Schweiz: Die Liste der Ländervorwahlen, die dieser Tage auf den Handys von unzähligen Tirolern aufscheinen, ist lang. Dass hinter den Anrufen skrupellose Betrüger stecken, wissen leider nur die wenigsten. Der Trick ist gewieft - treffen kann es jeden! Aber wie genau gehen die Kriminellen dabei vor?

Das zunächst unwissende Opfer wird von einer unbekannten Nummer aus dem Ausland angerufen. Es klingelt meist nur einmal - keine zwei Sekunden. Der Betroffene hat somit fast keine Möglichkeit, das vermeintliche Gespräch anzunehmen.

Jede Sekunde bringt den dreisten Ganoven Geld
Quasi instinktiv werden die „Auserwählten“ zum Rückruf verleitet - sei es aus Neugier oder reine Höflichkeit. Und genau das könnte richtig teure Folgen haben. „In den Fällen, in denen ein Rückruf erfolgt, erhalten die Täter in der Folge für jede Sekunde, in der die Verbindung aufrecht ist, ein Entgelt ausbezahlt“, heißt es von Seiten der heimischen Regulierungsbehörde RTR. „Diejenigen, die sich täuschen lassen und einen Rückruf tätigen, hören in der Regel nur Tonbandansagen, die so gestaltet sind, dass die Verbindung möglichst lange aufrecht gehalten wird.“

Polizei: Schaden von über 100 Euro möglich
Wie viele Tiroler im Zuge dieser jüngsten Betrugswelle bereits auf den Trick hereingefallen sind, ist völlig unklar. Ein Experte von der Tiroler Polizei weiß jedoch, dass Schäden im dreistelligen Eurobereich durchaus möglich sind - vor allem dann, wenn man auf eine teure Mehrwertnummer umgeleitet wird. Die Opfer selbst bemerken die Abzocke oft erst dann, wenn die Telefonrechnung ins Haus flattert.

Wer in die fiese Kostenfalle getappt ist, der sollte sich unbedingt an die Meldestelle der Regulierungsbehörde (www.rtr.at) wenden und den Betrugsfall genau schildern.

Hubert Rauth
Hubert Rauth
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