„Musste was tun“

So stoppte mutiger Lehrer den Alko-Geisterfahrer

Gut gemacht! Der Courage eines Berufsschullehrers (54) und Familienvaters aus Pucking ist zu verdanken, dass ein stockbetrunkener Autolenker (40) aus Gmünd (NÖ) im oberösterreichischen Allhaming nicht zum Geisterfahrer wurde. Werner Mairinger konnte den Pkw stoppen und den Autoschlüssel abziehen. Der Lenker hatte 3,34 Promille!

„Krone“: Wie haben Sie den Vorfall in Erinnerung?
Werner Mairinger: Ich war am Heimweg, als mir der Pkw auffiel. Der Lenker war sichtlich desorientiert. Als ich das Kennzeichen sah, dachte ich zuerst, der Lenker kennt sich bloß nicht aus, sucht etwas.

„Krone“: Sie blieben hinter ihm.
Mairinger: Er fuhr vor mir bei Allhaming von der Westautobahn ab, verriss in letzter Sekunde den Wagen, es schien, als könne er sich nicht entscheiden, ob er nicht doch zum Parkplatz zufahren wolle.

„Krone“: Sie griffen erst später ein.
Mairinger: Wo die Abfahrt in die Bundesstraße mündet, drehte der Fahrer einen großen Kreis, wollte zurück auf die Abfahrt. Da stand aber mein Auto und ich ließ ihn nicht vorbei. Er fuhr rückwärts zurück, wollte wieder einen Kreis drehen, blieb an einem Leitpflock hängen und würgte den Motor ab.

„Krone“: Sie sind dann zum Wagen hingelaufen.
Mairinger: Ich wusste, ich muss was tun. Auf Klopfen reagierte er nicht, da öffnete ich die Beifahrertür, forderte ihn auf, den Schlüssel abzuziehen. Er schaffte es nicht, da zog ich den Schlüssel ab.

„Krone“: War Ihnen klar, dass er betrunken war?
Mairinger: Eigentlich schon. Er meinte, ob wir was machen können, wollte zwei Wodka-Flaschen verstecken, eine leer, die andere halb voll. Ich sagte ihm, dass die Polizei kommt. Als ich mitbekam, wie hoch der Alkoholwert ist, hat mich das schon sehr erschrocken.

„Krone“: Für Sie war es selbstverständlich, einzuschreiten.
Mairinger: Natürlich. Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ich war so spät noch unterwegs, weil wir vorher in der Berufsschule Altmünster eine Konferenz hatten. Nicht auszudenken, wenn der als Geisterfahrer zurückgekommen wäre, es war extrem viel los auf der Autobahn.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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