25.11.2018 18:16 |

Afghane (20) leugnet

Messermord in Innsbruck: Doch Verdächtiger in Haft

Nachdem ein 21-jähriger Vorarlberger in der Nacht auf Sonntag bei einer Messerattacke in Innsbruck tödlich verletzt wurde, hat die Polizei offenbar doch einen Verdächtigen in Haft genommen. Wie berichtet, waren bei einer sofort eingeleiteten Fahndung zwei Afghanen vorübergehend festgenommen worden. Entgegen ersten Meldungen wurden aber nicht beide auf freien Fuß gesetzt. Einer von ihnen - er ist 20 Jahre alt - wurde nämlich „zur Sicherung der weiteren Erhebungen“ ins Polizeianhaltezentrum überstellt und wird weiter einvernommen.

Ursprünglich hatte es seitens der Exekutive geheißen, dass beide Afghanen (20 und 24 Jahre alt) nach einer Überprüfung wieder auf freien Fuß gesetzt worden seien. Der jüngere der beiden wurde aber, wie nun bekannt gegeben wurde, am späten Nachmittag in das Polizeianhaltezentrum verbracht. Er bestreite jeglichen Zusammenhang mit der Tat, hieß es.

Gruppe verfolgt und plötzlich zugestochen
Der 21-Jährige war gemeinsam mit acht Bekannten mit einem Zug aus Vorarlberg gegen 22 Uhr in Innsbruck angekommen. Gegen 0.30 Uhr ging die Gruppe in ein Lokal in der Innsbrucker „Bogenmeile“, das sie rund 45 Minuten später wieder verließen. Aus bisher unbekannten Gründen wurde die Gruppe danach von einem Unbekannten bis zur Kreuzung Ing.-Etzel-Straße/Museumstraße verfolgt. Dort griff der Unbekannte laut Polizei vollkommen unvermittelt und überraschend den 21-Jährigen, der als Letzter in der Gruppe ging, von hinten an.

Begleiter des Opfers sahen Täter flüchten
Mit einem Messer dürfte der Täter dem Opfer ein oder zwei Stich- bzw. Schnittverletzungen im Halsbereich zugefügt haben. „Seine Bekannten bemerkten nur noch, wie er zusammenbrach und wie der Täter davonlief“, schilderte eine Sprecherin der Polizei. Den Angriff selbst hätten sie jedoch nicht gesehen. Der Täter flüchtete unmittelbar nach der Attacke zu Fuß in Richtung Norden. Er wurde als klein beschrieben und trug dunkle Kleidung. Vermutlich dürfte er von ausländischer Herkunft sein, hieß es.

Motiv völlig unklar
Der Vorarlberger wurde nach der Erstversorgung durch einen Notarzt sofort in die Innsbrucker Klinik eingeliefert. Dort erlag er wenig später seinen schweren Verletzungen. Das Motiv für die Attacke gibt den Kriminalisten nach wie vor Rätsel auf.

Waffenverbotszone kommt
Der Bereich um den Tatort, die Innsbrucker „Bogenmeile“, gilt ab 1. Dezember als Waffenverbotszone, wie die Sicherheitsbehörde der Stadt am Sonntag bekannt gab. Ein diesbezügliches Ermittlungsverfahren sei bereits abgeschlossen, hieß es.

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