Parkplatz-Streit

“Verfolgt und bedroht”: Familie zeigt Lehrer an!

Kärnten
21.01.2010 13:42
Der Frömmste kann nicht in Frieden leben, wenn es den bösen Nachbarn nicht gefällt: Die Auseinandersetzung zwischen einem Lehrer und einer bosnischen Familie in Klagenfurt artete derart aus, dass der Mann als Stalker vor Gericht stand. Der Richter versuchte, mit einem Tatausgleich den Fall salomonisch zu lösen.

Hier ein Pädagoge, der mit Paragrafen um sich wirft, über die Einhaltung der Parkregeln wacht und bei jeder Kleinigkeit die Polizei ruft. Da eine gut integrierte Großfamilie aus Ex-Jugoslawien, die viele Autos hat und Platz braucht.

"Verfolgt, beschimpft und bedroht"
"Wir haben Angst vor dem Herrn, weil er uns verfolgt, beschimpft, bedroht", schildert der Vater. "Das ist so nicht korrekt", murmelt der Beschuldigte. Wie es genau ist, kann er aber nicht sagen.

Richter Manfred Herrnhofer hört sich die Querelen geduldig an. Als Strafrichter beschäftigt er sich eigentlich mit Mördern, Räubern, Betrügern. Einen Nachbarschaftsstreit schlichten zu müssen, sollte eigentlich nicht seine Aufgabe sein.

Das will er aber: "Ich kann verurteilen – oder Sie ersuchen, sich an einen Tisch zu setzen und Ihre Probleme mithilfe eines Profis zu lösen." Nicken. Sprich: keine Strafen, sondern außergerichtlicher Tatausgleich.

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"
Symbolbild

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