Eurostat-Erhebung
Jeder sechste EU-Bürger ist von Armut bedroht
Die niedrigsten Raten wiesen Tschechien (neun Prozent), die Niederlande und die Slowakei (beide elf Prozent) auf.
Als von Armut gefährdet gilt laut Eurostat, wessen Einkommen nach Sozialleistungen unter der Armutsschwelle liegt. Statistisch wird diese Schwelle als 60 Prozent des nationalen Durchschnitts-Einkommens je Erwachsenenäquivalent definiert. Damit die Länder miteinander verglichen werden können, wird die Schwelle in Kaufkraftparitäten umgerechnet, um Preisunterschiede zwischen Ländern auszuschalten.
Bei Kindern sieht die Lage noch schlimmer aus
Laut Eurostat-Erhebung ist auch jedes fünfte Kind in der EU von Armut bedroht. In 20 der 27 Mitgliedstaaten waren die entsprechenden Quoten für Kinder höher als für die Gesamtbevölkerung. Im Jahr 2008 lag die Armutsgefährdungsquote demnach für die bis zu 17-Jährigen in der EU bei 20 Prozent. Die höchste Armutsgefährdung für Kinder weisen demnach Rumänien (33 Prozent), Bulgarien (26 Prozent), Italien und Lettland (beide 25 Prozent) auf, die niedrigsten Dänemark (neun Prozent), Slowenien und Finnland (beide zwölf Prozent). In Österreich liegt der Anteil bei 15 Prozent.
Auch ältere Menschen sind stärker von Armut bedroht als die Gesamtbevölkerung. Im Jahr 2008 lag die Quote für Menschen ab 65 Jahren in der EU bei 19 Prozent (in Österreich 15 Prozent). Die höchste Gefährdung für Ältere wurde für Lettland (51 Prozent), Zypern (49 Prozent), Estland (39 Prozent) und Bulgarien (34 Prozent) verzeichnet, die niedrigste für ältere Menschen in Ungarn (vier Prozent), Luxemburg (fünf Prozent) und Tschechien (sieben Prozent).
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