Am 10. Oktober 2020 jährt sich die Volksabstimmung zum 100. Mal. Bevor es dazu kam, waren die Kärntner im Abwehrkampf gestanden - und zwar ab November 1918. An einzelne denkwürdige Ereignisse will diese „Krone“-Serie erinnern. Heute vor 100 Jahren wurden Prävali, Gutenstein, Unterdrauburg besetzt.
Am 7. November 1918 begann die Besetzung der südlichen Landesteile Kärntens durch südslawische Verbände: Nachdem die Jugoslawen das Mießtal geplündert hatten, besetzten sie heute vor 100 Jahren Prävali (Prevalje), Gutenstein, den Bahnhof Unterdrauburg (Dravograd).
„Besetzung heißt immer: Die Besatzer übernehmen die Gemeindeverwaltung und setzen bisherige Beamte ab. Besetzung ist also für einige mit dem Verlust der Arbeit und mit dem Wegziehen von ihrem bisherigen Wohnort verbunden. Viele zogen nach Deutschösterreich. Dieses Vorgehen gilt wechselseitig: Nicht deutschstämmige Offiziere wurden nach dem Ende der Monarchie weggeschickt“, erklärt Wilhelm Wadl, der Direktor des Kärntner Landesarchivs.
In Kärnten wird bei den ersten Besetzungen durch südslawische Verbände beschlossen, die Verwaltung im umstrittenen Gebiet wie bisher weiterzuführen und jugoslawischen Kommissionen nur im Fall von Gewaltanwendung zu weichen.
Am 8. November 1918 beschließt der Kärntner Wehrausschuss: Die Bürgerwehr sei nur zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung und nicht zum Kampf bestimmt. In Laibach wird die militärische Organisation des „slowenischen Kärnten“ beschlossen.
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