Mi, 21. November 2018

Neubau um 3,4 Mill. €

02.11.2018 11:40

Die Luxus-Alm sorgt weiter für Diskussionen

Innsbrucks „Luxus-Alm“ um  fast 3,4 Millionen Euro sorgt weiterhin für Diskussionen: Während die Liste von Ex-Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer den Neubau der Umbrüggler Alm als Erfolgsprojekt verteidigt und die Opposition attackiert, weil  sie angeblich  „Tatsachen verdreht“, geht die  Stadt-FPÖ mit der Stadtregierung hart ins Gericht - und fordert den Rücktritt der „politischen Vierer-Bande“.

Für Innsbruck-Klubobmann Lucas Krackl verspricht nun, was eigentlich schon 2014 hätte geschehen müssen: „Die öffentliche Diskussion wird im Gemeinderat erfolgen, so wie es das Stadtrecht vorsieht.“

Alles, was jetzt diskutiert werde, sei „ein erfolgloser Versuch einer unnötigen Skandalisierung“, meint Krackl. Man werde  „über das Erfolgsprojekt Umbrüggler Alm sehr gerne ausgiebig und intensiv sprechen, sobald auch  allen Mandataren im Gemeinderat die Unterlagen zur Verfügung stehen“.

Wenn im Zuge eines öffentlichen Projektes von den zuständigen Gremien sinnvolle Ergänzungen beschlossen werden, „dann wird das auch bezahlt werden müssen“, analysiert  FI-Wirtschaftssprecher GR Markus Stoll die Mehrkosten:  „Die ausgeschriebenen Leistungen waren exakt im Rahmen. Wo die behauptete Kostenüberschreitung liegen soll, ist mir daher ein Rätsel.“  Der Quadratmeterpreis der Alm alleine  liege bei ca. 2950 Euro  „und damit absolut im Kostenrahmen von Bauprojekten, die unter wesentlich einfacheren Bedingungen am Talboden realisiert werden“, betont Stoll.

„Einen finanziellen Skandal nach dem anderen“ ortet hingegen FPÖ-Stadtparteiobmann StR Rudi Federspiel: „Die Causa Umbrüggler Alm fügt sich in eine Reihe von massiven finanziellen Ungereimtheiten.“ Er verweist auf die Regionalbahn, den Neubau der Patscherkofelbahn, das Haus der Musik und die neue Bücherei samt Galerie im Pema2-Turm.

„Die politische Viererbande in der Stadtregierung unter Oppitz-Plörer hat einen finanziellen Scherbenhaufen hinterlassen. Nun sind die handelnden Akteure von Für Innsbruck, ÖVP, Grüne und SPÖ allerdings immer noch am Schalthebel der Macht und ruinieren die Stadtfinanzen weiterhin. Wenn diese Personen nur einen Funken politischen Anstand hätten, dann würden sie sofort zurücktreten!“, poltert Federspiel.

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