Gigant ist pleite
Japan Airlines steht offenbar vor der Insolvenz
Die Banken hatten bisher eine Insolvenz abgelehnt, weil sie fürchteten, dass JAL dadurch noch mehr Kunden verliere. Die Aktien der Airline gerieten am selben Tag unter massiven Verkaufsdruck - in Reaktion auf Medienberichte, wonach die staatliche Sanierungsgesellschaft ETIC die Streichung der JAL-Papiere vom Börsenzettel plant.
Durch Tilgung aller Aktien sollten die Aktionäre mit zur Verantwortung gezogen werden, hieß es. Daraufhin stürzte der Kurs im Vormittagshandel um das höchstzulässige Tageslimit von 30 Yen (0,22 Euro) auf 37 Yen (0,27 Euro). Am Montag hatten die japanischen Aktienmärkte wegen eines nationalen Feiertages geschlossen.
American Airlines bietet Finanzspritze an
Die US-Fluggesellschaft American Airlines hat unterdessen am Dienstag ihr Angebot einer Kapitalspritze für die JAL erhöht. Das Unternehmen teilte mit, es sei bereit, bis zu 1,4 Milliarden Dollar (964 Millionen Euro) zu investieren. Bisher hatten American Airlines 1,1 Milliarden Dollar angeboten.
Bereits in den vergangenen Tagen hatte die japanische Fluggesellschaft den Abbau von 15.600 Arbeitsplätzen und ein umfangreiches Sanierungsprogramm angekündigt. Die staatliche Sanierungsgesellschaft ETIC will für die Sanierung 300 Milliarden Yen (2,2 Milliarden Euro) zur Verfügung stellen. Auf die Angebote von American Airlines und Delta hat die ETIC bisher ablehnend reagiert.
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