Von Frau betrogen

Nordirlands Premier kündigt Auszeit von sechs Wochen an

Ausland
11.01.2010 19:28
Der nordirische Premier Peter Robinson wird wegen der Turbulenzen um seine Ehefrau Iris und deren Finanz- und Sex-Affäre mit einem Teenager sein Amt als First Minister der nordirischen Versammlung vorübergehend niederlegen. Die Ministerin Arlene Foster wird während der Auszeit des schwer unter Druck geratenen Politikers die Geschäfte übernehmen.

Robinsons Ehefrau Iris, eine Abgeordnete der nordirischen Versammlung,´hatte zuvor öffentlich eine Affäre mit einem damals erst 19 Jahre jungen Mann eingestanden. 

Der 60-Jährigen wird außerdem vorgeworfen, als Vorsitzende eines Regierungsgremiums ihrem heute 21 Jahre alten Liebhaber zu finanziellen Zuschüssen in Höhe von umgerechnet 56.000 Euro für die Eröffnung eines Cafés verholfen zu haben. 

Dabei machte die Politikerin, die auch ein Mandat im britischen Unterhaus hat, nicht öffentlich, dass sie mit dem Antragsteller bekannt war. Frau Robinson befindet sich nach Angaben ihres Ehemannes zur Behandlung in einer psychiatrischen Klinik.

Wusste Robinson von den Machenschaften seiner Frau?
In den letzten Tagen gab es Berichte, wonach Robinson von den Unregelmäßigkeiten gewusst habe, seine Frau aber deckte. Robinson bestreitet, über die Verfehlungen informiert gewesen zu sein. 

Beobachter sehen die Auszeit Robinsons als erste Phase eines sanften Rücktritts. Der Politiker der pro-britischen Democratic Unionist Party steht seit 2008 einer Koalition mit der katholischen Sinn Féin vor, die wegen zahlreicher Streitereien als wackelig gilt.

Liebhaber hat schon Tausende Fans im Internet
Dem jungen Café-Besitzer Kirk McCambley hat die Affäre hingegen eine rasch wachsende Fangemeinde beschert. Eine entsprechende Gruppe auf dem Online-Netzwerk Facebook hatte am Montag bereits mehr als 5.400 Mitglieder. Die Zeitung "Belfast Telegraph" berichtete, der 21-Jährige komme besonders bei Homosexuellen gut an. Großbritanniens führendes Schwulen-Magazin "Attitude" bemüht sich nach eigenen Angaben darum, McCambley als Model für die Titelseite zu bekommen. "Unsere Leser werden verrückt nach ihm sein", sagte Herausgeber Matthew Todd.

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