Klarer Sieg
Kroaten wählen Josipovic zum neuen Präsidenten
Mit dem Zuschlag für den Rechtsexperten und Komponisten entschieden sich die Kroaten für die in der öffentlichen Wahrnehmung farblosere, dafür aber seriösere und EU-kompatiblere Variante. Dem SDP-Kandidaten wird offenbar zugetraut, als weltgewandter Botschafter seines Landes den Beitritt zur Europäischen Union voranzutreiben.
Bandic unter Korruptionsverdacht
Bandic war bis zu seinem eigenmächtigen Antreten bei den Präsidentenwahlen ebenfalls SDP-Mitglied gewesen, im Gegensatz zu Josipovic scheute er aber nicht davor zurück, auch im nationalistischen und rechten Politspektrum auf Wählerfang zu gehen. Auch wurden ihm manche unaufgeklärte Korruptionsaffären nachgesagt.
Josipovic, Professor für Völkerrecht und seit 2003 Abgeordneter, kann hingegen auf einen tadellosen Ruf verweisen. Er legte vor der Wahl auch seine Besitzverhältnisse offen. Die Korruption in Kroatien zu bekämpfen, ist auch eines seiner großen Vorhaben für das Präsidentenamt. Er wurde neben der SDP vor allem von den Parteien links der Mitte, der urbanen Bevölkerung sowie von Amtsinhaber Mesic unterstützt.
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