Nach Drohungen
Betrunkene sorgen für Terror-Panik in Flugzeugen
Die drei Männer auf dem Flug nach Dubai wurden in Heathrow nach einer angeblichen Bombendrohung in einem Flugzeug der arabischen Fluggesellschaft Emirates festgenommen. Die britische Polizei teilte in der Nacht auf Samstag mit, die drei im Alter von 58, 48 und 36 Jahren seien unter dem Verdacht einer Bombendrohung in Gewahrsam genommen worden. Nach Angaben des Fernsehsenders Sky News hatten die drei Männer offensichtlich zu viel Alkohol getrunken.
Von Spezialeinheit abgeführt
Die Boeing war mit 331 Menschen auf dem Weg zum Start nach Dubai auf der arabischen Halbinsel, als die Besatzung wegen einer "verbalen Drohung" die Polizei verständigte. Der Pilot habe die Maschine angehalten. Beamte der britischen Anti-Terror-Einheit seien in schwarzen Overalls und mit gezückten Schusswaffen in das Flugzeug gekommen und hätten die Männer festgenommen, berichtete ein Passagier auf Sky News.
Die anderen Passagiere mussten das Flugzeug ebenfalls verlassen, bevor die Maschine von Spürhunden nach verdächtigen Substanzen durchsucht wurde. Die Fluggäste wurden für die Nacht in Hotels untergebracht, erklärte die Fluglinie - die Sicherheit der Passagiere besitze aber oberste Priorität. Emirates entschuldigte sich zudem für die Unannehmlichkeiten. Ein Flughafensprecher sagte, der Flugverkehr und das Abfertigungsgebäude in Heathrow seien nicht betroffen gewesen.
Amerikaner verschanzt sich in Toilette
Bei dem Vorfall in den USA legte eine Maschine mit 132 Passagieren an Bord in Colorado Springs einen Stopp ein, nachdem sich ein offenbar alkoholisierter Fluggast in einer Toilette verschanzt hatte, berichtete der US-Sender CNN. Der Störenfried soll sich Anweisungen der Flugbegleiter widersetzt haben, der Pilot entschied daraufhin, die Flugroute zu ändern. Das Flugzeug der Gesellschaft AirTran wurde bei der Landung schließlich von zwei Militär-Kampfjets vom Typ F-16 eskortiert. Der Passagier wurde in Gewahrsam genommen. Die Maschine wurde vor dem Weiterflug nach San Francisco von Spürhunden durchsucht.
Immer wieder Terrorangst
Bereits am Mittwoch musste ein Passagierflugzeug auf dem Weg nach Hawaii an den Startflughafen Portland im US-Staat Oregon zurückkehren. Ein 56 Jahre alter Passagier hatte nach Mitteilung der Behörde für Flugsicherheit während des Fluges "bedrohliche Äußerungen" gemacht und sich geweigert, sein Handgepäck zu verstauen. Das Flugzeug der Gesellschaft Hawaiian Airlines wurde ebenfalls vor der Landung von zwei Kampfjets begleitet.
Die Sicherheitsvorkehrungen auf Flughäfen waren deutlich verschärft worden, nachdem am 25. Dezember ein 23-jähriger Nigerianer versucht hatte, eine US-Maschine mit 290 Menschen an Bord im Landeanflug auf Detroit in die Luft zu sprengen. Das misslang, und er wurde überwältigt. Er handelte offenbar im Auftrag des Terrornetzwerks Al Kaida.
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