Flankiert von zwei Wachmännern betritt Johann Krenn, Chef der Sicherheitsfirma „Security K“, die „Kärntner Sparkasse“ am Neuen Platz. Im Tresorraum öffnet der St. Veiter dann jenen Koffer, der seit Stunden mit Handschellen um sein Handgelenk gekettet ist. Denn der Inhalt ist ein kleines Vermögen wert.
„Aus ganz Europa haben wir bereits Angebote für die Briefmarke erhalten, die über dem Ausrufpreis von 20.000 Euro liegen“, erklärt Claus Deutsch von ÖVG-Versteigerungen. Er wird gemeinsam mit der Klagenfurter Firma „Cavinnash“ die „Blaue Mauritius“ im Landesarchiv versteigern.
Streng geheimer Sicherheitsplan
Bevor die Marke aber unter den Hammer kommt, durfte am Montagnachmittag ein Interessent bereits einen ersten Blick darauf werfen. „Dann geht es wieder zurück in den Tresorraum“, weiß Krenn. Er will aus Sicherheitsgründen nicht mehr über die Bewachung der Marke sagen, nur so viel: „Unser Team besteht aus mehreren Personen in Zivil. Auch die Polizei weiß über jeden unserer Schritte genauestens Bescheid.“
Höchste Sicherheitsvorkehrungen herrschen auch in der Sparkasse, in der das gute Stück auf seinen neuen Besitzer wartet. „Die Blaue Mauritius wird sicher in unserem Hauptsafe hinter einer drei Tonnen schweren Stahltüre verwahrt“, weiß Geschäftsstellenleiter Maximilian Petritsch.
Um diese Türe zu öffnen, bedarf es einer Identifizierung, einer elektronischen Freigabe mit Zahlenkombination und der Anwesenheit mehrerer Schlüsselträger. Sicher ist sicher.
von Thomas Leitner, "Kärntner Krone"
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