Staatspleite droht
Griechenland vor einem “Steuer- und Sparsturm”
Als mögliche Maßnahmen nennen Kreise des Athener Finanzministeriums die Einfrierung der Gehälter für mindestens drei Jahre, die Abschaffung von Überstunden im öffentlichen Bereich und die Versetzung überflüssiger Beamten in andere Behörden. Für je 50 in Pension gehende Beamte sollen demnach nur noch 15 neue angestellt werden.
Eine Sondersteuer soll künftig auf alle Immobilien erhoben werden, die mehr als 200 Quadratmeter groß sind. Zudem sollen die indirekten Steuern für Tabak, Spirituosen und Treibstoffe drastisch erhöht werden. Diese seien nur einige Maßnahmen, die sehr schmerzhaft sein würden, berichtete die Athener Zeitung "Apogevmatini".
Krisentreffen "national notwendig"
Die politische Elite Griechenlands will bei einem großen Krisentreffen gemeinsam nach Wegen suchen, wie eine mögliche Staatspleite des hochverschuldeten Euro-Landes abgewendet werden kann. Präsident Karolos Papoulias bezeichnete das Gespräch als "national notwendig". Das Treffen unter seinem Vorsitz wird am kommenden Dienstag stattfinden. "Danach wird der Steuersturm kommen", hieß es in einem Kommentar des griechischen Rundfunks Freitag früh.
Die griechische Neuverschuldung übersteigt mit 12,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts die erlaubte Obergrenze von drei Prozent bei Weitem. Am Dienstag hatte die Ratingagentur Fitch die Kreditwürdigkeit Griechenlands von A- auf BBB+ herabgestuft. Bereits am Montag hatte die Ratingagentur S&P davor gewarnt, dass die Bonitätsnote A- akut gefährdet sei.







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