Di, 11. Dezember 2018

Aufregung nach Tweet

07.08.2018 20:15

Elon Musk will Tesla von der Börse nehmen

Ein Tweet von Tesla-Chef Elon Musk hat an der Börse für Aufregung gesorgt. Auf dem verifizierten Twitter-Konto des Tech-Milliardärs erschien am Dienstag eine überraschende Nachricht, wonach Musk erwägt, sein Unternehmen bei einem Aktienkurs von 420 Dollar zu privatisieren, also von der Börse zu nehmen. Die Finanzierung sei gesichert, hieß es weiter.

Auch wenn es sich um den offiziellen Account des Star-Unternehmers handelte, war zunächst nicht zu erfahren, ob er die Botschaft wirklich selbst abgesetzt hat. In einem weiteren Tweet hieß es später lediglich „Guten Morgen“ - gefolgt von einem smiley-Zeichen. Was genau es mit den Nachrichten auf sich hat, klärten am Dienstagabend weder Musk noch Tesla auf.

Tesla-Aktie schoss in die Höhe
Anleger reagierten heftig - die Tesla-Aktie schoss zeitweise um rund sieben Prozent in die Höhe. Zuletzt lag der Kurs mit 5,5 Prozent im Plus bei gut 361 Dollar. Zu Musks vermeintlichem Kursziel würde also noch ein ganzes Stück fehlen. Zuvor hatte bereits ein Zeitungsbericht für kräftigen Kursauftrieb gesorgt, laut dem Saudi-Arabiens Staatsfonds PIF eine große Tesla-Beteiligung aufgebaut hat.

Der Fonds halte inzwischen drei bis fünf Prozent am Unternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk, berichtete die „Financial Times“ unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Damit hätte der Anteil einen aktuellen Wert zwischen 1,7 Milliarden und 2,9 Milliarden Dollar.

Saudis unter Top 5 der Tesla-Anläger?
Der über mehr als 250 Milliarden Dollar an Anlagegeldern verfügende Staatsfonds wäre damit einer der fünftgrößten Tesla-Aktionäre. Stellungnahmen von Tesla und PIF lagen zunächst nicht vor.

Dem Bericht der „Financial Times“ zufolge hatten die Saudis zunächst neu ausgegebene Aktien kaufen wollen, dies habe Tesla jedoch abgelehnt. Daraufhin habe der Staatsfonds sich mit Hilfe der Großbank JPMorgan am Markt mit den Papieren eingedeckt.

Hoffnungsträger Model 3
Tesla geht derzeit hohes Risiko mit seinem Hoffnungsträger Model 3, und an den Finanzmärkten laufen sehr viele Wetten auf Kursverluste der Aktien. Die Produktion des ersten günstigeren Teslas für die breite Masse verschlingt enorm viel Geld, kam aber noch nicht wie erhofft in die Gänge. Zuletzt gab es allerdings schon deutliche Fortschritte.

Einige Analysten gehen angesichts des Model-3-Aufwands und Teslas ambitionierter Expansionspläne - es sollen beispielsweise große Fabriken in China und Europa gebaut werden - davon aus, dass bald eine Kapitalerhöhung nötig wird. Musk wies dies bislang stets zurück und versprach Anlegern sogar, dass die bislang verlustreiche Firma bald profitabel wird.

 krone.at
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