05.08.2018 14:26 |

Vorbild Landeck

Neues Leben im Dorf: 150 Projekte in ganz Tirol

Kaum ein Tiroler Ort ohne leer stehende Häuser mitten im Zentrum. Damit neues Leben einkehrt, fördert das Land die Revitalisierung. 150 Projekte wurden bisher umgesetzt. Besonders rege war man seit 2015 im Bezirk Landeck. Architekt Harald Kröpfl erklärt, warum am Beginn fast immer Angst steht - und am Ende Liebe.

„Am besten wegreißen. Alles andere ist viel zu teuer.“ Diesen Satz hat der Landecker Architekt Harald Kröpfl schon unzählige Male gehört. Kröpfl war Koordinator eines nun abgeschlossenen Leader-Projekts, das 2015 im Bezirk gestartet wurde. „Am Anfang haben die meisten Leute Angst vor den Kosten und davor, dass das renovierte Haus am Ende nicht den Vorstellungen entspricht“, erzählt der Architekt von seinen Erfahrungen: „Aber wenn einer den Schritt wagt, dann ziehen andere nach.“

Für Kröpfl sind die alten Gebäude Häuser mit Seele. Das versucht er bei den Beratungen zu vermitteln. Immer mehr Tiroler sehen das auch so. „In drei Jahren konnten wir 16 Projekte umsetzen, 2297 Quadratmeter Wohnraum schaffen und rund 50 Leute in der Region halten“, fasst Gerald Jochum vom Regionalmanagement Bezirk Landeck zusammen. Gemeinsam mit dem Vinschgau und Engadin soll im Herbst eine Nachfolgeinitiative gestartet werden.

Neues in 54 Gemeinden
Tirolweit wurden seit dem Start des Förderprogramms für Ortskernrevitalisierung 150 Projekte in 54 Gemeinden unterstützt, 3,8 Millionen Euro ausgeschüttet. Pilotgemeinde war Silz, wo in 83 alte Gebäude neues Leben einzog. „Damit gewinnt nicht nur das Dorfleben, sondern es werden auch Baulandreserven gespart“, beschreibt der zuständige LR Johannes Tratter (VP) den Mehrfachnutzen.

Ausstellung in Landeck
Wie der Bezirk Landeck neues Leben ins Dorf holt, zeigt eine Ausstellung in Schloss Landeck (bis 19. August, täglich 10 - 17 Uhr).

Claudia Thurner
Claudia Thurner
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