Di, 16. Oktober 2018

Mehr Nächtigungen

21.07.2018 12:00

Sommersaison im Hoch: Die Deutschen stürmen Tirol

Vielversprechend angelaufen ist die Sommersaison für den Tiroler Tourismus. Mit knapp 4,7 Millionen Nächtigungen konnte bisher eine deutliche Steigerung (+5,9%) zum Vorjahr erzielt werden. Vor allem die Deutschen stürmen Tirol. Auch der Blick auf die zweite Saisonhälfte stimmt positiv. Spielverderber könnte eigentlich „nur“ das Wetter werden. Um davon unabhängiger zu werden, entstehen neue Freizeiteinrichtungen wie das „Atoll“ am Achensee. 

„Abgerechnet wird Ende Oktober. Und bis dahin ist das Wetter entscheidender Faktor für den Saisonverlauf.“ Hans Entner, Obmann des Tourismusverbandes Achensee, bringt es auf den Punkt. Die Region gehört zu den erfolgreichsten Sommerdestinationen Tirols und macht sich gerade mit dem Bau der Freizeitanlage „Atoll“ ein Stück unabhängiger vom Wetter. Dort weiß man um die lenkende Wirkung aktueller Wetterprognosen. Immer mehr Urlauber buchen kurzfristig und informieren sich davor online.

260.000 Nächtigungen mehr
Im Mai und im Juni hat das Wetter gepasst. 1,5 Millionen Urlauber kamen in den zwei Monaten nach Tirol. Das sind um 7,6 Prozent mehr als im ebenfalls erfolgreichen Sommer 2017. In Summe stehen fast 260.000 Nächtigungen mehr zu Buche als im Vorjahr (+5,9%).

56 Prozent der Gäste sind Deutsche
Hauptverantwortlich für die Entwicklung sind die Deutschen. Sie sind bereits mit riesigem Abstand die größte Gästegruppe. Mehr als jeder zweite Sommerurlauber kommt aus dem Nachbarland. Heuer sind noch einmal bemerkenswerte Steigerungen zu beobachten. Von den 260.000 zusätzlichen Nächtigungen gehen 198.000 auf das Konto der Deutschen.

Die Region Achensee ist die auslastungsstärkste Sommerdestination Tirols. Die Orte rund um den See legen auch heuer zu. Überdurchschnittliche Steigerungen verbucht auch Innsbruck mit seinen Feriendörfern, die zweitstärkste Sommerdestination (Auslastung). Die Zahl der Nächtigungen stieg um 10 Prozent.

Im Vergleich der Beherbergungsbetriebe konnten von der guten Buchungslage fast alle Häuser profitieren, besonders stark Ferienwohnungen mit einem Plus von 19 (gewerblich) bzw. 16,7% (privat) sowie die gehobene Hotellerie (+7%).

Knackpunkt Preis
Noch nie waren die Voraussetzungen für eine bessere Preisdurchsetzung so gut wie heuer. In vergangenen Jahren wurden viele Betten im Sommer mit Dumpingpreisen gefüllt. „Wir sind in vielen Kategorien für die Qualität des Angebots viel zu billig. Wir brauchen mehr Mut zum Preis“, formuliert es Wirtschaftskammer-Spartenobmann Josef Hackl.

Claudia Thurner
Claudia Thurner

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