Der 25-Jährige, der am Donnerstag am Innsbrucker Landesgericht vor Schöffenrichter Michael Pilgram stand, begründete seine Verbrecherkarriere so: "Ich wollte mir in Innsbruck eine Mietwohnung leisten können. Arbeit bekam ich nicht. Was blieb mir also anderes übrig, als einbrechen zu gehen?"
Im Innsbrucker Einkaufszentrum DEZ hatte der Angeklagte am 11. August blitzschnell zugeschlagen: Er brach Vitrinen auf und erbeutete Goldketten, Goldringe, Silber-Halsketten, goldene Ohrringe und Medaillen, wie auch zwei Laptops und eine Digitalkamera im Wert von immerhin 6.650 Euro.
Die Zugriffe auf die Schmucksachen, die er mit einer präparierten Einkaufstasche hinausschmuggeln wollte, wobei er aber erwischt wurde, gab der Angeklagte vor Gericht zu.
Allerdings zweifelte er den Wert seiner Beute an. "Die alten, gebrauchten Laptops werden in der Anklage mit bis zu 1.300 Euro bewertet. Viel zu viel! Ich musste viel bessere Laptops schon für 30 Euro verkaufen", regte sich der Angeklagte, Georghe S., auf. Der Richter verzichtete auf weitere "Wertbestimmungen" ähnlicher Art.
Der Schöffensenat verhängte vier Jahre Haft, plus Widerruf macht insgesamt fünf Jahre. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
von Hans Licha, Tiroler Krone
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