Nach Massaker
Philippinen: Über 1.000 Polizisten entlassen
Die Behörden vermuten, dass auch Polizisten und Militärbeamte, die mit der machtvollen Ampatuan-Familie sympathisieren, in das Massaker verwickelt waren.
57 Zivilisten misshandelt und hingerichtet
Bei dem Massaker in der Südprovinz Maguindanao waren am Montag vergangener Woche 57 Zivilisten, Journalisten und Politiker teilweise schwer misshandelt und anschließend regelrecht hingerichtet worden. Die Unterstützer und Angehörigen des Vizebürgermeisters von Buluan, Esmael Mangudadatu, waren in Begleitung von Journalisten auf dem Weg zu einem Wahlbüro, um Mangudadatus Kandidatur für die Gouverneurswahl im Mai 2010 einzureichen. Dies wollte der Clan des amtierenden Gouverneurs offenbar verhindern. Im Zusammenhang mit dem Massaker waren auch zwei ranghohe Offiziere der philippinischen Armee entlassen worden, die für Maguindanao zuständig waren.
Die Polizei erklärte zudem am Mittwoch, eine bei dem Massaker benutzte Waffe identifiziert zu haben. Sie gehöre einem Mitglied der von Ampatuan kontrollierten Miliz, der Verdächtige wurde bereits kurz nach dem Massaker festgenommen. Die Bestätigung, dass seine Waffe bei der Tat zum Einsatz kam, sei ein "Durchbruch" bei den Ermittlungen, teilte die Polizei mit.
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