Sa, 22. September 2018

In Afghanistan

10.07.2018 11:56

App plaudert Standort von Soldaten und Agenten aus

Die finnische Fitness-App Polar hat ihre Standortbestimmungs-Funktion abgeschaltet, nachdem sensible Daten von Soldaten und Geheimdienstmitarbeitern im Internet aufgetaucht sind. Wer wollte, konnte sie über die App aufspüren.

„Wir können westliche Militärangehörige in Afghanistan über die Polar-Seite finden“, so Sicherheitsexperte Foeke Postma in einem Blogbeitrag nach einer Recherche mit der niederländischen Nachrichtenseite De Correspondent. Mit nur wenigen Klicks könne ein hochrangiger Offizier beim morgendlichen Joggen auf einem Luftwaffenstützpunkt mit Atomwaffen ausfindig gemacht werden.

6000 Soldaten und Agenten betroffen
Gefunden wurden Daten von rund 6000 Polar-Nutzern, darunter Soldaten verschiedener Länder sowie Mitarbeiter der US-Bundespolizei FBI und des Auslandsgeheimdienstes NSA. Die gefundenen Daten beinhalteten unter anderem Privatadressen von US-Bürgern in der internationalen Sicherheitszone in Bagdad und russischer Soldaten auf der Krim.

Polar wies darauf hin, dass nur die Daten von Nutzern veröffentlicht worden seien, welche die Standortbestimmung eingeschaltet hätten. Im Jänner hatte das Pentagon eine Überprüfung der Nutzung von Fitness-Apps durch Armeeangehörige angekündigt. Zuvor war eine Karte mit Bewegungsprofilen von US-Soldaten in Konfliktregionen durch einen Dienst der Firma Strava Labs veröffentlicht worden.

 krone.at
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