Iran-Krieg
Spionagealarm: Kontrollen in griechischen Hotels
Im östlichen Mittelmeer wird wegen des Iran-Krieges aufgerüstet. Mehrere NATO-Staaten haben Kriegsschiffe entsandt, die Türkei hat Luftverteidigungssysteme und Kampfjets nach Nordzypern verlegt. Die Sicherheitsmaßnahmen rund um US-Militäranlagen sind zuletzt ebenfalls deutlich verstärkt worden. Die Maßnahmen betreffen auch zunehmend Touristengebiete.
Laut Medienberichten sind in Griechenland verdeckte Ermittler unterwegs, um mögliche Spione zu enttarnen. Parallel dazu führen die Behörden des Landes verstärkte Kontrollen in Hotels, Pensionen und Unterkünften für Kurzzeitvermietungen in der Nähe militärischer Anlagen durch. Diese konzentrieren sich insbesondere auf Reisende aus Drittstaaten oder Personen, die Reisedokumente anderer EU-Staaten verwenden, obwohl ihre tatsächliche Herkunft davon abweicht.
Ausländischer Staatsbürger fotografierte US-Flugzeugträger
In einem Fall, der die Aufmerksamkeit der Sicherheitsbehörden erregte, sollen zwei Personen aserbaidschanischer Herkunft mit polnischen Dokumenten gezielt nach Wohnungen mit Blick auf die Bucht von Souda gesucht haben. In einem weiteren Fall wurde ein ausländischer Staatsbürger dabei beobachtet, wie er den US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford fotografierte. Neben den großen militärischen Knotenpunkten wurde die Überwachung auch auf weitere Standorte mit amerikanischer Präsenz ausgeweitet, darunter in Larisa sowie bei der Militäranlage in Stefanovikio nahe Volos.
Diese Einrichtungen werden unter anderem für Luftunterstützungs-, Ausbildungs- und Transportoperationen genutzt. Die griechischen Behörden betonen, dass die verstärkten Sicherheitsmaßnahmen vor allem eine präventive Funktion haben. Angesichts der instabilen Lage in der Region und möglicher Bedrohungen gegen militärische Infrastruktur sollen potenzielle Sabotage- oder Spionageversuche frühzeitig erkannt und verhindert werden. Zudem spielen die betreffenden Einrichtungen eine wichtige Rolle für Operationen der NATO an der südöstlichen Flanke des Bündnisses, weshalb ihr Schutz als besonders sensibel gilt.

Türkei warnt vor Spaltung innerhalb der NATO
Auch wenn die türkische Regierung ebenfalls ähnliche Maßnahmen ergreift, übt sie gleichzeitig scharfe Kritik an Griechenland und der Republik Zypern wegen der „zunehmenden militärischen Präsenz“ im Mittelmeer. In einem Interview mit dem Fernsehsender NTV erklärte Ömer Çelik, Sprecher der regierenden AKP, die Gewässer um Griechenland und Zypern seien „praktisch vollständig von Kriegsschiffen besetzt“. Die Stationierung von Waffen auf entmilitarisierten Inseln bezeichnete Çelik als illegal und warnte vor möglichen Spannungen und Spaltungen innerhalb der NATO.









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