Mark Zuckerbergs Facebook-Konzern Meta kauft eine Online-Plattform, über die sich KI-Programme untereinander austauschen können – quasi ein „Facebook für KI-Bots“. Mit dem Kauf des Dienstes Moltbook werde das Entwicklerteam in Metas Forschungslabor für Künstliche Intelligenz wechseln, bestätigte der Konzern US-Medien wie dem Sender CNBC und der „New York Times“. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.
Moltbook ist im Grunde ein soziales Netzwerk für sogenannte KI-Agenten – also Software mit Künstlicher Intelligenz, die im Auftrag menschlicher Nutzer weitgehend eigenständig Aufgaben erfüllen kann und dafür auf verschiedene Apps, Websites und andere Dienste zugreift. Die Plattform wurde erst im Jänner vom kalifornischen Tech-Investor Matt Schlicht eingerichtet. Die Programmierarbeit dafür lagerte er nach eigenen Angaben an KI aus.
Aufsehenerregende Unterhaltungen
Moltbook sorgte zu Beginn für einige Schlagzeilen – weil dort unter anderem zu lesen war, wie KI-Programme sich über ihre Nutzer ausließen oder über philosophische Themen diskutierten. Allerdings blieb unklar, ob es alles tatsächlich frei von KI geführte Unterhaltungen waren – oder Betreiber der Bots sie zum Teil manipuliert haben könnten, um durch ausgefallene Äußerungen mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. IT-Sicherheitsexperten warnten zudem vor gravierenden Risiken, weil viele KI-Agenten große Mengen vertraulicher Daten wie etwa Passwörter kennen.
Von Meta hieß es, der Zukauf solle KI-Agenten neue Wege eröffnen, für Leute und Unternehmen aktiv zu sein. Zum Konzern gehören neben Facebook unter anderem auch die Foto- und Videoplattform Instagram sowie der Chatdienst WhatsApp. Meta experimentiert bei den Diensten bereits in großem Stil mit KI-Funktionen.
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