In den Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 90.000 Beschäftigten in der IT-Branche ist es am Dienstag zu einer Einigung zwischen den Sozialpartnern gekommen. „Der Abschluss ist ein harter Kompromiss für beide Seiten“, sagte Sandra Leitner, Verhandlungsleiterin der GPA.
Demnach steigen die Mindestgehälter sozial gestaffelt zwischen 3,1 und 2,7 Prozent, teilten die Wirtschaftskammer und die Gewerkschaft GPA Dienstagabend mit. Im Schnitt entspreche dies laut WKÖ einem Anstieg um 2,9 Prozent. Die Ist-Gehaltssumme sowie die Zulagen werden um 2,75 Prozent erhöht.
Einigung erst in der 7. Runde
Doe Sozialpartner einigten sich erst in der siebenten Verhandlungsrunde. „Der heutige Abschluss ist ein harter Kompromiss für beide Seiten“, sagte Sandra Leitner, Verhandlungsleiterin der GPA. „Durch die allgemeine wirtschaftliche Lage in Kombination mit den Krisenabschlüssen anderer Branchen hat sich die Verhandlungssituation heuer noch einmal deutlich schwieriger gestaltet.“
„Schmerzgrenze erreicht“
Ähnlich beurteilte dies Martin Zandonella, Verhandlungsleiter der Arbeitgebervertreter: „Mit diesem Kollektivvertragsabschluss ist aufgrund der aktuellen Situation die Schmerzgrenze erreicht.“
Der WKÖ-Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie als Arbeitgebervertreter forderte ursprünglich ein Aussetzen der Ist-Gehaltssummenerhöhung. In der sechsten Verhandlungsrunde boten sie eine Erhöhung um 2 Prozent an.
Die Gewerkschaft verwies auf Warnstreiks, die letztlich zu der Einigung beigetragen haben. „Der KV-Abschluss zeigt einmal mehr, dass gemeinsame und tragfähige Lösungen nur durch Gespräche am Verhandlungstisch erzielt werden können“, merkte Zandonella an.
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