Nahost ausgenommen

Lufthansa-Piloten streiken ab Donnerstag

Wirtschaft
11.03.2026 11:15
Porträt von krone.at
Von krone.at

Am Donnerstag und Freitag werden Pilotinnen und Piloten der Lufthansa streiken. Betroffen sind Starts von Passagier- und Frachtflügen in Deutschland. Flüge in den arabischen Raum sollen wegen der angespannten Situation nicht bestreikt werden.

Ausgenommen sind die Destinationen Ägypten, Aserbaidschan, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien sowie die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat mehr als 5000 Beschäftigte zu einem 48-Stunden-Streik am 12. und 13. März aufgerufen. Am Mittwoch teilte die Airline mit, dass es einen Sonderflugplan gebe. Demnach kann an beiden Tagen mehr als die Hälfte der geplanten Verbindungen angeboten werden. Möglich sei das durch Pilotinnen und Piloten, die sich freiwillig gemeldet hätten.

Hintergrund des Arbeitskampfs sind ergebnislose Verhandlungen über die Betriebsrenten bei Lufthansa und Lufthansa Cargo. „Es hilft nicht, wenn die Gegenseite nur Gesprächsbereitschaft signalisiert, aber nicht über substanzielle Verbesserungen der betrieblichen Altersversorgung sprechen möchte“, sagte VC-Präsident Andreas Pinheiro. Sieben Verhandlungsrunden seien bisher ohne Ergebnis geblieben, sagte der Sprecher der Tarifkommission, Arne Karstens. Man rede daher erst weiter, wenn ein „verhandlungsfähiges Angebot“ vorliege.

Betroffen von der Arbeitsniederlegung sind Starts aus Deutschland.
Betroffen von der Arbeitsniederlegung sind Starts aus Deutschland.(Bild: AFP/MICHAELA STACHE)

Das sind die Streitpunkte
Die Gewerkschaft hat für die Jahre 2024 bis 2026 Vergütungsanpassungen um jeweils 3,3 Prozent jährlich gefordert. Ein erstes Angebot hat die VC abgelehnt, weil es eine Friedenspflicht bis Ende 2027 beinhaltete. Sie kritisiert seit Langem auch die Konzernstrategie, mit neuen Flugbetrieben wie City Airlines und Discover die Arbeitsbedingungen bei den älteren Konzerngesellschaften unter Druck zu setzen. 

Es handelt sich bereits um die zweite Streikwelle in der laufenden Verhandlungsrunde. Am 12. Februar hatten die Pilotinnen und Piloten für einen Tag die Arbeit niedergelegt, mehr als 800 Flüge mit 100.000 Passagierinnen und Passagieren fielen aus. Die Lufthansa hatte danach Reformen des Betriebsrentensystems vorgeschlagen sowie ein Gespräch über die Organisation des Flugbetriebs mithilfe einer externen Moderatorin oder eines externen Moderators. Mit der Kabinengewerkschaft Ufo führe man ebenfalls bereits Gespräche, hieß es.

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