Schock in der Schweiz
Sechs Tote nach Bus-Brand: Viele Fragen noch offen
Am Dienstagabend ist in der Schweiz ein Linienbus völlig ausgebrannt, sechs Personen verloren bei dem Unglück ihr Leben, mehrere Menschen wurden verletzt. Es kursieren viele Vermutungen über die Hintergründe des tragischen Feuers, aber aktuell sind noch viele Fragen offen.
Das Unglück passierte am Dienstagabend in Kerzers im Schweizer Kanton Freiburg. Bei dem Feuer wurden mindestens vier Personen verletzt, drei hatten sich am Abend noch in kritischem Zustand befunden. Auch ein Rettungssanitäter wurde bei dem Einsatz verletzt. Die Identifizierung der sechs Toten könnte laut Polizeiangaben von Mittwochfrüh mehrere Tage dauern.
Riesige Rauchsäule
In Sozialen Medien waren dramatische Bilder und Videos von dem brennenden Bus zu sehen. Das Gefährt stand lichterloh in Flammen und brannte völlig aus. Das völlig ausgebrannte Wrack des Busses wurde in der Nacht geborgen. Nach umfangreicher Spurensuche wurde die Straße mitten im Ort Kerzers Mittwochfrüh wieder freigegeben.
In sozialen Medien kursiert ein Video von dem brennenden Bus:
Brandursache noch nicht geklärt
Wie das Feuer ausbrechen konnte, ist noch nicht vollständig geklärt. „Eine vorsätzliche Tat könnte die Ursache für dieses Drama sein“, teilte die Polizei mit. Die Ermittler sahen vorerst keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund. Das sagte der Kommunikationschef der Kantonspolizei Freiburg, Martial Pugin, im öffentlich-rechtlichen Radio RTS.
Augenzeuge: Mann soll sich selbst angezündet haben
Angeblich soll sich ein Mann im Bus mit Flüssigkeit übergossen und danach angezündet haben. Das berichtete ein Augenzeuge dem „Blick“. Diese Informationen lagen der Polizei vor und würden geprüft, wie eine Sprecherin in der Nacht sagte. Bestätigen könne man diese Informationen aktuell aber nicht. Die Polizei bat weitere Zeugen, die das Geschehen beobachteten, sich zu melden. Am Nachmittag wurde seitens der Freiburger Kantonspolizei bekannt, dass es sich beim Täter um einen „psychisch instabilen Schweizer“ handelt. Es soll keine Mittäter gegeben haben.
Viele Fragen noch offen
Die Polizei konnte zunächst nichts dazu sagen, wie viele Passagiere im Bus waren oder ob der Lenker unter den Opfern war. Die Identifizierungen seien im Gang. Auch ob die Person, die den Brand möglicherweise gelegt hatte, unter den Opfern ist, ist aktuell noch nicht klar.
Die Staatsanwaltschaft eröffnete ein Strafverfahren. Die Behörden im Kanton Freiburg im Westen der Schweiz wollen um 14 Uhr auf einer Pressekonferenz über die aktuelle Lage informieren.
Brand kurz vor Endstation
Der Bus des Unternehmens Postauto fuhr auf einer Strecke zwischen der Ortschaft Düdigen und Kerzers. Postauto verbindet in der Schweiz vor allem ländliche Gebiete. Kerzers liegt etwa 26 Kilometer westlich von Bern. Der Brand sei kurz vor der Endstation in Kerzers ausgebrochen.
Der Freiburger Staatsrat, Bundespräsident Guy Parmelin und Postauto-Chef Stefan Regli sprachen den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus. Erst in der Silvesternacht hatte es in der Schweiz ein schweres Unglück gegeben. Bei einer Silvesterparty war in einer Bar im Skiort Crans-Montana ein Feuer ausgebrochen. 41 Menschen kamen ums Leben.












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