Tag 12 im Nahost-Krieg

Trump in Erklärungsnot ++ Rätselraten um Ayatollah

Außenpolitik
11.03.2026 21:57

Der Iran will jeden Öltransport durch die wichtige Handelsroute verhindern, unterdessen geraten die US-Streitkräfte wegen der Bombardierung einer Schule weiter in Bedrängnis – und viele Iraner fragen sich: Wo ist der neue Ayatollah? Alle Ereignisse des zwölften Kriegstages können Sie im krone.at-Ticker nachlesen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Angriffe der USA und Israels gegen den Iran kosten täglich eine Milliarde US-Dollar. Mit dem Geld könnte laut dem UN-Nothilfechef das Leben von Millionen Not leidender Menschen gerettet werden.
  • Das iranische Militär droht mit erheblichen Auswirkungen des Krieges auf den Ölpreis. „Machen Sie sich auf einen Ölpreis von 200 Dollar pro Barrel gefasst“, sagte der Sprecher des Militärkommandos.
  • Die US-Armee hat nach Drohungen von Donald Trump insgesamt 16 iranische Minenleger-Schiffe nahe der Straße von Hormus zerstört. Trump zufolge seien sogar „28 Minenschiffe getroffen“ worden.
  • Iranische Behörden nahmen 81 Menschen fest, weil sie auf Online-Plattformen Informationen veröffentlicht hätten, die als in Kriegszeiten inakzeptabel eingestuft worden seien. 

Die wichtigsten Ereignisse des Tages im Überblick:

Krieg tobt seit Ende Februar
Seit 28. Februar wurden Hunderte Ziele attackiert, darunter Raketenstellungen, Stützpunkte der Revolutionsgarden sowie Anlagen des iranischen Atomprogramms. Bei den ersten Angriffen kam auch Irans oberster Führer Ali Khamenei ums Leben, ebenso mehrere ranghohe Militärs. Teheran reagierte rasch mit Gegenangriffen: Raketen und Drohnen wurden auf Israel sowie auf US-Militärbasen im Nahen Osten abgefeuert, etwa in Bahrain, Kuwait und im Irak.

Israel und die USA führen nach eigenen Angaben weiterhin tägliche Luftschläge gegen die iranische Infrastruktur aus. Gleichzeitig setzt Teheran auch auf Angriffe über verbündete Gruppen in der Region, darunter die Hisbollah im Libanon. Bereits in den ersten Kriegstagen kamen Hunderte Menschen ums Leben, die meisten davon im Iran; zudem wurden Tausende Ziele in über hundert Städten angegriffen. 

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