Vatikan verunglimpft
Nonnen nach 2 Jahren Streit aus Kloster vertrieben
Zwei Jahre lang kämpften Nonnen in Spanien um ihr langjähriges Zuhause – doch ohne Erfolg. Sieben Schwestern eines Franziskanerordens müssen nach einer Entscheidung der Justiz ihr Kloster im Dorf Belorado bei Burgos im Norden des Landes bis Donnerstagvormittag verlassen. Der Grund ist ein unverblümter Sager gegen den Vatikan.
Um einer erniedrigenden Zwangsräumung vor TV-Kameras zu entgehen, wollten die Nonnen aber schon vorher aus dem „Monasterio de Santa Clara“ ausziehen.
Über ihren Sprecher Francisco Canals teilten sie mit: „Sie werden einfach verschwinden. Sie wollen gehen, ohne gesehen zu werden – mit Würde.“
„Vatikan ist eine Farce“
Der Fall hatte in Spanien für Aufregung gesorgt, vor allem, da sich die Nonnen 2024 von der Amtskirche losgesagt und erklärt hatten: „Wir erkennen den Vatikan nicht an – es ist eine Farce.“ Die katholische Kirche habe sich seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil von der „wahren Lehre“ entfernt. Daraufhin entbrannte ein Streit um die Kontrolle über das Kloster in Belorado und weitere Immobilien der Gemeinschaft, die die Nonnen ebenfalls verlieren.
Die Ordensfrauen hatten versucht, ihre Gemeinschaft in eine zivile Vereinigung umzuwandeln, um nach der Trennung von der Kirche weiterhin gemeinsam leben und Klöster verwalten zu können. Das Innenministerium in Madrid verweigerte die Registrierung. Nach Auffassung der Kirche und der Justiz verloren die Frauen damit auch ihr Recht, im Kloster zu wohnen.









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