Drei Tote in Bremen

Explosion in Wohnhaus vorsätzlich verursacht

Ausland
29.06.2018 17:43
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Explosion eines Bremer Wohnhauses mit drei Toten ist nach ersten Ermittlungen offenkundig vorsätzlich von einem der späteren Opfer verursacht worden. Die aktuelle Spurenlage deute darauf hin, dass eine bei der Explosion getötete 41-jährige Frau die Gasleitung manipuliert habe, teilte die Polizei am Freitag mit. Es sei ein Abschiedsbrief gefunden worden.

Der siebenjährige Sohn der Frau war bei der Detonation ebenfalls getötet worden. Auch eine 70-jährige Nachbarin war am Donnerstagmorgen im Bremer Stadtteil Huchting ums Leben gekommen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Bremen wollte die 41-Jährige sich umbringen. „Das wissen wir auf Grundlage der bisherigen Ermittlungen, die sich auf einen Abschiedsbrief stützen“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Frank Passade. Der Brief habe sich nicht in dem völlig zerstörten Haus befunden, sondern sei verschickt worden. Über mögliche Motive machte Passade keine Angaben. Er äußerte sich nicht zu Erkenntnissen über die manipulierte Gasleitung.

Explosion im Wuppertal: 54-Jähriger unter Tatverdacht
Erst am vergangenen Sonntag waren in Wuppertal bei einer massiven Gasexplosion in einem mehrstöckigen Haus fünf Menschen schwer verletzt worden. Auch dort gibt es Hinweise darauf, dass eines der schwer verletzten Opfer die Explosion verursacht hatte: Ein 54-jähriger Mieter soll die Gasinstallation in einer Wohnung manipuliert haben. Er konnte aber zunächst nicht vernommen werden. Gegen ihn wird wegen mehrfachen versuchten Mordes ermittelt.

In Bremen war das Reihenendhaus am Donnerstag um 4.35 Uhr in die Luft geflogen. Das Haus brannte bis auf die Grundmauern nieder. Das Nachbarhaus, in dem die 70-jährige Pensionistin wohnte, brannte ebenfalls lichterloh und wurde teilweise zerstört. Trümmerteile flogen im Umkreis von 100 Metern umher

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