Vorwürfe gegen Arzt

Frauen fühlten sich nach Behandlung belästigt

Ausland
30.05.2018 10:57
Porträt von krone.at
Von krone.at

In Los Angeles haben 52 Frauen gegen einen ehemaligen Uni-Gynäkologen geklagt. Die Patientinnen hätten sich nach der Behandlung sexuell belästigt gefühlt.

Die Polizei hat ihre Ermittlungen zum Belästigungsskandal an der renommierten University of Southern California ausgeweitet. Der Fall war durch Recherchen der „Los Angeles Times“ bekannt geworden. Patientinnen berichteten von sexuellen Kommentaren des Arztes, unangemessenen Berührungen und von Fotos, die er bei Untersuchungen aufgenommen habe. Eine interne Untersuchung der Universität kam zu dem Schluss, dass die Unterleibsuntersuchungen des Arztes nicht der aktuellen medizinischen Praxis entsprachen.

Insgesamt 52 Patientinnen seien belästigt worden. 39 der Fälle wurden der Polizei durch eine von der Uni eingerichtete Hotline übermittelt.

Universitätspräsident erklärt Rücktritt
 Der Präsident der Universität, eine der angesehensten Hochschulen des US-Bundesstaats, hatte im Zusammenhang mit dem Skandal seinen Rücktritt erklärt. Dem Bericht der „Los Angeles Times“ zufolge ließ die Uni den Arzt trotz Belästigungsvorwürfen lange Zeit weiter praktizieren. Er wurde erst suspendiert, als ihn eine Krankenschwester an eine Vergewaltigungs-Beratungsstelle meldete.

Der inzwischen 71 Jahre alte Arzt selbst rechtfertigte seine Behandlungsmethoden. Seine Untersuchungen seien gründlich, aber auch angemessen gewesen, sagte er der „Los Angeles Times“. Seine Äußerungen gegenüber Patientinnen seien falsch interpretiert worden.

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