Di, 23. Oktober 2018

2 Jahre nach Attentat

28.05.2018 19:15

Deutsches Säure-Opfer ist jetzt Mutter geworden

Die Deutsche Vanessa Münstermann überlebte im Februar 2016 ein Säure-Attentat ihres Ex-Freundes - seither ist ihre linke Gesichtshälfte von Narben gezeichnet, die junge Frau verlor zudem ein Auge und ein Ohr. Doch die Kosmetikerin ließ sich nicht entmutigen und fand den Weg zurück ins Leben. Am Donnerstag wurde die 29-Jährige Mutter: „Die Geburt meines Mädchens zeigt: Es geht immer weiter, auch nach einem schlimmen Schicksalsschlag.“ Der Vater des Kindes ist ihre Jugendliebe, mit dem sie nach dem Schicksalsschlag zusammengekommen ist.

„Nachdem mir aber so viele Menschen Glück gewünscht und Mut gemacht haben, möchte ich zumindest dieses eine Mal eine Botschaft senden“, erklärte Münstermann. „Danke an alle, die mir Mut gemacht haben.“ Das Baby wog bei der Geburt 4005 Gramm und ist 54 Zentimeter groß. Der Vater ist die Jugendliebe von Münstermann. Nach dem Anschlag meldete sich der Mechatroniker bei ihr und beide verliebten sich neu ineinander.

Ex-Freund sitzt zwölfjährige Haftstrafe ab
Seit der Säure-Attacke ihres 34-jährigen Ex-Freundes macht sie anderen Gewaltopfern Mut. 2017 gründete sie ihren Verein „Ausgezeichnet“, um Menschen in ähnlicher Lage zu helfen.

Die Tat hat ihr Leben verändert. „Jeden Morgen, wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich ihn. Er ist jeden Morgen präsent. Er hat mir das angetan, er hat mein Aussehen verändert und daran wird sich nichts ändern. Das wird mein Leben lang so sein“, sagte die 29-Jährige. Trotzdem will sie sich nicht verstecken, will ihr Leben leben. „Ich hatte nur zwei Möglichkeiten: mich verstecken oder zeigen.“

Ihr Ex-Freund sitzt derzeit wegen der Säure-Attacke eine zwölfjährige Haftstrafe ab. Die 29-Jährige hat den Mann außerdem auf 250.000 Euro Schmerzensgeld verklagt.

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