Di, 21. August 2018

Bis Ende Mai

07.05.2018 18:35

Paraguay will Botschaft nach Jerusalem verlegen

Das südamerikanische Paraguay will nach israelischen Angaben bis Ende Mai seine Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen. Präsident Horacio Cartes werde zur Eröffnung kommen, teilte der Sprecher des israelischen Außenministeriums am Montag mit. Paraguay folgt damit auf die USA und das mittelamerikanische Guatemala. Ende April kündigte als erstes EU-Land auch Rumänien an, dass es eine Verlegung der Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem erwäge.

Paraguay und die USA wollen in der kommenden Woche ihre Botschaften in Jerusalem eröffnen. US-Präsident Donald Trump wird im Gegensatz zu Cartes allerdings nicht an der Einweihung der US-Botschaft am 14. Mai in Jerusalem teilnehmen. Das geht aus der am Montag vom Weißen Haus veröffentlichten Liste der US-Regierungsteilnehmer an der Zeremonie hervor. Angeführt wird die Delegation vom stellvertretenden Außenminister John Sullivan.

Trump: „Ich bin sehr stolz darauf“
Auch dabei sein werden Trumps Tochter Ivanka und sein Schwiegersohn und Berater Jared Kushner. Trump hatte die Spekulationen über seine mögliche Teilnahme an selbst geschürt. Ende April sagte der US-Präsident bei einer Pressekonferenz mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Weißen Haus zu der Botschaftseinweihung: „Ich könnte hinfahren. Ich bin sehr stolz darauf.“

Jerusalem als Hauptstadt anerkannt
US-Präsident Donald Trump hatte im Dezember in einem historischen Alleingang Jerusalem einseitig als Israels Hauptstadt anerkannt und die Verlegung der Botschaft angekündigt. Dieser Schritt wurde international scharf kritisiert. In den Palästinensergebieten kam es zu Unruhen.

Israel hat 1967 im Sechstagekrieg den arabisch geprägten Ostteil Jerusalems erobert. Es beansprucht die ganze Stadt als Hauptstadt. Die Palästinenser hingegen fordern Ost-Jerusalem als Hauptstadt für einen künftigen Staat Palästina. Nach Ansicht der internationalen Gemeinschaft muss der Status von Jerusalem in künftigen Friedensgesprächen von Israel und den Palästinensern gemeinsam festgelegt werden.

 krone.at
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