Der Asylwerber aus Libyen lebte mit mehreren Familien in einem Heim im Bezirk Villach. "Er tat sich als besonders kinderlieb hervor", erklärte Staatsanwältin Antoinette Tröster. So hatte er den Eltern angeboten, mit ihren Kindern Hausaufgaben zu machen oder auf sie aufzupassen. Ein elf Jahre altes Mädchen und drei Buben im Alter von acht, neun sowie zehn Jahren waren teilweise täglich in seiner Obhut. Dabei kam es zu den Übergriffen, außerdem spielte der Mann den Kindern pornografisches Material vor.
"Hand ist beim Mädchen angekommen"
"Das war keine Absicht, meine Hand ist bei ihr angekommen. Die Kinder haben nicht die Wahrheit gesagt", beteuerte der Angeklagte, der sämtliche Vorwürfe - mit Ausnahme des Besitzes von Kinderpornos - bestritt. Auf die Frage von Richter Manfred Herrnhofer, warum er sich solche Filme anschaue, antwortete der Mann: "Ich bin nicht verheiratet, habe keine Freundin, es hat mir einfach gefallen."
Der Angeklagte nahm das Urteil an, die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab. In der Causa dürften aber noch einige Fragen offen sein. "Es ist nicht klar, ob es noch weitere Missbräuche durch andere Personen gegeben hat. Es wird weitere Ermittlungen geben müssen", sagte der Richter in seiner Urteilsbegründung.








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