Fr, 17. August 2018

Um 120 Millionen Euro:

06.04.2018 07:36

Auf Tirols Autobahnen wird wieder fleißig gebaut

Die Autobahn-Gesellschaft Asfinag gibt heuer zwischen Kufstein und dem Arlberg 120 Millionen Euro für Baumaßnahmen aus. Der Neubau der zweiten Röhre des Perjentunnels ist das größte Projekt, der Umbau der Anschlussstelle Patsch ein historisches.

Die Autobahn-Einfahrt Patsch ist die letzte in Tirol, die mit einer Stopp-Tafel geregelt ist. „Das ergab bisher beim Einordnen von Lkw auf die Brenner Autobahn Probleme und Gefahrenmomente“, erklärt Asfinag-Geschäftsführer Andreas Fromm, warum die Anschlussstelle heuer umgebaut wird. Im November soll das bereits laufende Vorhaben umgesetzt sein. 7,2 Millionen Euro kostet das Projekt. Herzstück ist eine großzügig dimensionierte Beschleunigungsspur, für die Aus- und Auffahrtsspur verlegt werden müssen.

Die Anschlussstelle Patsch ist eines von elf großen Projekten, für die die Verkehrsteilnehmer zum Teil Behinderungen in Kauf nehmen müssen. Die umfangreichsten Brocken:

Jeden Tag passieren 14.000 Autofahrer den Perjentunnel. Seit 2016 wird an einer zweiten Röhre gebaut. Die soll Ende des Jahres fertig sein. Dann geht es an die Sanierung der bestehenden Durchfahrt. Ab 2020 sollen dann beide Röhren zur Verfügung stehen. 130 Millionen Euro kostet das Projekt.

Der Ausbau des Milser Tunnels im Oberland ist ebenfalls bereits im Gang. Auch dort werden täglich 23.000 Fahrzeuge registriert. Das Sicherheitssystem wird nun verbessert.

Auch der Wiltener Tunnel bei Innsbruck und sechs Brücken in diesem Bereich werden ab Juni saniert. Im Herbst fertig sein soll der Ausbau des Pianner/Quadratscher Tunnels.

40 Millionen € werden in die Neuerrichtung der Terfener Innbrücke investiert. Im November haben die Arbeiten begonnen. Fertigstellung soll 2021 sein.

Bis September soll die Belagserneuerung auf der Europabrücke fertig sein. „Die Vorarbeiten werden im April durchgeführt. Im Mai ist dann Pause, damit alle drei Spuren für den Feiertagsverkehr offen sind“, erklärt Fromm.

Saniert werden heuer auch die Anschlussstelle Kufstein-Nord und die Grenzbrücke zu Bayern.

Claudia Thurner
Claudia Thurner

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