Mo, 16. Juli 2018

10% Verluste

27.03.2018 08:05

Bienensterben geringer als im Winter zuvor

Rund 30 Prozent der Bienenvölker verloren  im warmen Winter 2016/17 ihr Leben. Der kalte Winter heuer war für das Überleben besser: Erste Schätzungen von Tiroler Imkern gehen von Verlusten in der Höhe von 10 Prozent aus. Die Politik  fördert die Ansiedlung von neuen Bienenvölkern in städtischen Bereichen.

Die Aufstellung von Bienenstöcken auf privaten Flächen in der Stadt durch den Imkereiverband war das Ziel mehrerer Anträge, zuletzt von VP-LA Bettina Ellinger und Gabi Fischer (Grüne). In der Landeshauptstadt  forderten zuletzt die Bürgermeisterfraktion „Für Innsbruck“ und die ÖVP  die Ansiedlung neuer Bienenvölker. Dieses Ansinnen wird auch von den Grünen getragen. Die Idee ist, auf brachliegenden Flächen (z. B. Grundstücke, aber auch Flachdächer auf Firmengebäuden, von Imkern Bienenstöcke aufstellen zu lassen. 

„Um Unterstützung aus der Politik sind wir froh“
Diese betreiben sie am Standort, holen die Stöcke im Herbst wieder ab und stellen den erzeugten Honig den Grundbesitzern zur Verfügung. Ein Projekt laufe in Wien, wo 120 Tonnen Honig geerntet werden. „Wir sind sehr froh um jede Unterstützung aus der Politik“, sagt  Reinhard Hetzenauer, Präsident des Imkerverbandes. „Die Idee  von der Ansiedlung neuer Bienenvölker in der Stadt ist gut, aber dazu bräuchten wir größere Lagerflächen in Innsbruck für unsere doch eher sperrige Ausrüstung.“

Die Bedingungen zum Aufstellen von Bienenstöcken sind per  Gesetz definiert. Prinzipiell  wären sogar Balkone geeignet, „solange sie groß genug und Nachbarn damit einverstanden sind“, erläutert Hetzenauer. Auf privaten Grundstücken gelte ein Abstand von zehn Metern vom Stock bis zur Grundgrenze.

Flächendeckende Versorgung mit Bienen
3000 Imker gibt es mittlerweile wieder in Tirol, sie beheimaten 33.000 Bienenvölker, die über das gesamte Land verteilt sind. „Die flächendeckende Bestäubung ist gewährleistet“, sagt der Experte. Wie viele Bienenvölker den heurigen, langen Winter nicht überlebt haben, werde derzeit von der Uni Graz erhoben. „Nach Gesprächen mit Imkern dürften es heuer rund 10% sein, deutlich weniger als im Winter zuvor mit 30%  Verlust.“ Fragen zum Bienenhaus im eigenen Garten beantwortet Reinhard Hetzenauer gerne persönlich:  Telefon 0664/73 49 1222.

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