Mi, 19. Dezember 2018

Altlasten für Ludwig

19.03.2018 16:50

„SPÖ wird eigene Geister nicht mehr los“

KH Nord, Grätzel-Offensive, Supergreißler, Megahalle, Hauptstadt der Digitalisierung - bei der Zukunftsklausur präsentierte SPÖ-Wien-Chef Michael Ludwig viele Projekte für Wien. Verhext wurden die aber durch den „Voodoo-Skandal“ rund um das Krankenhaus Nord. Politologen analysieren …

Das alte SPÖ-Wien-Problem beschädigt wieder einmal die eigene Partei: Projekte werden von Skandalen, Affären und Misswirtschaft überschattet. Dieses Mal ist es die Energetik-Krise im Krankenhaus Nord, die Ludwigs Pläne für die Stadt verwünscht. Politische Altlasten - eben aus dem Büro von Sandra Frauenberger - torpedieren die Vorhaben. Denn: Eine aktuelle Studie aus strukturschwachen Regionen in Deutschland und Frankreich bestätigt die neue Grätzel-Initiative.

Dort haben Forscher herausgefunden, dass jene Menschen, die sich von etablierten Parteien im Stich gelassen fühlen, eben für rechtspopulistische Parteien stimmen. So kritisieren die Befragten etwa „fehlende Sozial- und Verkehrsinfrastruktur“ in ihren Wohngegenden. Genau das will Ludwig mit seiner Grätzel-Sanierung ändern. Doch der KH-Nord-Fluch hat gnadenlos zugeschlagen.

„Man wird die eigenen Geister nicht mehr los“, so Politologe Peter Filzmaier. „Es wurde so lange kampagnisiert, dass die Stadt gleich SPÖ ist, dass man das nicht mehr ändern kann. Gut bei Studien über die lebenswerteste Stadt der Welt, schlecht bei Skandalen.“

Das Problem Frauenberger könne jetzt aber vor allem einer lösen: „Ludwig hat nicht viele Möglichkeiten, außer Michael Häupl nimmt ihm das ab. Häupl kann es aber egal sein, ob das für ihn imagefördernd ist oder nicht.“ Er geht am 24. Mai.

Michael Pommer, Kronen Zeitung/krone.at

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