Dass das Drücken schmerzender Stellen Linderung bringt, ist eigentlich jedermann bekannt. Es ist uns Menschen sogar "einprogrammiert" und kann auch im Tierreich beobachtet werden. Wenn ein kleines Kind sich weh tut, drückt es automatisch die Hand auf das "Aua". Bei Orang Utans wurde beobachtet, dass sie sich als Behandlung auf Steine legen, um Druck auf eine schmerzende Stelle auszüben.
Chinesische Heilkundige kennen dieses Phänomen seit über 5.000 Jahren und haben daraus die Fingerdruckmassage oder Akupressur entwickelt. Dabei wird auf bestimmte Nervenenden, die über sogenannte Meridiane miteinander verbunden sind, an der Hautoberfläche leichter Druck ausgeübt. In China wird Akupressur in Schulen gelernt. In Österreich wendet man sich am besten an ein Institut für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM).
Wer einen ersten Einblick in das Thema erhalten und im Selbststudium Akupressur lernen möchte, der kann sich aber auch in Ratgebern schlau machen. Empfehlenswert ist zum Beispiel "Schmerzfrei durch Finderdruck – 200 Akupressurpunkte gegen die häufigsten Beschwerden" von Marlene Weinmann (erschienen im Knaur-Verlag).
Gegen gerade im Herbst und Winter auftretende Erkältungssymptome empfiehlt das Buch zum Beispiel folgende Akupressur-Maßnahmen zur Behandlung:
Schnupfen-Symptome
Der zu drückende Punkt liegt in der Furche zwischen Elle und Speiche, eineinhalb Daumen breit vom Handgelenksspalt entfernt. Seine Stimulation hilft bei Schnupfen. Massiert wird, indem man die Kuppe des Daumens, Zeige- und Mittelfingers ins Zentrum des Punktes setzt und dann kreisend um Uhrzeigersinn massiert wird.
Auch das kann helfen: Die Falte zwischen Lippen und Nasenflügel, die sogenannte Nasolabialfalte pressen. Die Stimulation dieses Punktes – der Mitte des Menschen genannt wird – hilft auch, die Stimmung zu heben.
Halsweh und Heiserkeit
Wenn man den Daumen an den ausgestreckten Zeigefinger presst, entsteht eine Muskelwölbung, an ihrem höchsten Punkt liegt der Akupressurpunkt, der für diese Behandlung benötigt wird. Seine Stimulierung hilft bei Schnupfen, Husten, Halsweh und Heiserkeit. Aber auch bei Zahlschmerzen.
Akupressur verspricht aber auch Hilfe bei Konzentrations-Schwierigkeiten. Für mehr Harmonie wird oben auf dem Kopf, im Mittelpunkt der Verbindungslinie zwischen den Ohrenachsen massiert. Hilft auch bei durch Ärger ausgelöste Kopfschmerzen.
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