Fr, 17. August 2018

„Beitrag zum Dschihad“

01.03.2018 09:50

Lebenslange Haft für Hamburger Messer-Terrorist

Der Fall sorgte im vergangenen Juli für internationale Schlagzeilen: Im Prozess um den tödlichen islamistischen Messerangriff in einem Hamburger Supermarkt (siehe Video oben) ist der geständige Angeklagte, der heute 27 Jahre alte Palästinenser Achmed A., jetzt zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Weil das Gericht zudem die besondere Schwere der Schuld feststellte, ist eine vorzeitige Haftentlassung des Mannes nach 15 Jahren rechtlich zwar möglich, in der Praxis aber so gut wie ausgeschlossen.

Der abgelehnte Asylwerber hatte am 28. Juli 2017 in einer Edeka-Filiale im Hamburger Stadtteil Barmbek einen 50-Jährigen an einem Getränkeautomaten erstochen und einen weiteren Kunden an der Fleischtheke schwer verletzt. Abschließend rannte er auf die belebte Einkaufsstraße "Fuhle" und verletzte fünf weitere Menschen.

Tat als Beitrag zum weltweiten Dschihad
Der Palästinenser sagte vor Gericht aus, dass seine Tat ein Beitrag zum weltweiten Dschihad sein sollte. Den Sicherheitsbehörden war der Messer-Attentäter bekannt. Es habe Anzeichen für eine Radikalisierung gegeben, hatte Hamburgs Innensenator Andy Grote bereits kurz nach der Tat erklärt.

Der Mann war als Islamist in die entsprechenden Dateien aufgenommen worden. Man war aber nicht zu der Einschätzung einer unmittelbaren Gefährlichkeit gelangt.

Das Urteil des Hamburger Oberlandesgerichts (OLG) gegen den 27-jährigen Achmed A. erging am Donnerstag wegen Mordes und sechsfachen versuchten Mordes jeweils in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Zudem stellte das Gericht die besondere Schwere der Schuld fest, was eine vorzeitige Haftentlassung erheblich erschwert.

Mit seinem Urteil folgte das OLG am Donnerstag den Forderungen der Anklage. Diese hatte im Prozess eine lebenslange Haftstrafe und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld gefordert. Die Verteidigung regte an, diesen Punkt zu überdenken, nannte ansonsten aber keine konkrete Strafmaßforderung.

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