Brutales Video
USA: Jugend-Mob prügelt 16-Jährigen tot
Es war eigentlich ein Tag wie jeder andere für Derrion Albert. Und das bedeutete für ihn vor allem eines: Schule, Schule, Schule. Denn der 16-Jährige galt als begabt und lernwillig. Doch das nützte ihm nichts, denn als er nach dem Unterricht zur Bushaltestelle ging, geriet er zwischen die Fronten einer Auseinandersetzung zweier Jugendgangs. Und das kostete ihn das Leben.
Wieso genau der Straßenmob auf Derrion einschlug, weiß derzeit niemand. Wurde er verwechselt? War es den Tätern egal, wen sie mit ihren Holzplanken trafen? Kannten sie Derrion und wollten ihn dafür „bestrafen“, dass er fleißig in die Schule ging? Von hinten und von vorn erhielt er je einen massiven Schlag auf den Kopf und ging zu Boden. Als Derrion kurze Zeit später wieder die Augen öffnete und aufstehen wollte, ging es aber erst richtig los. Zu fünft prügelten die Burschen auf den jungen Schwarzen ein.
Für Derrion kam jede Hilfe zu spät
Nach dem Vorfall blieb Derrion regungslos auf der Straße liegen. Die Handy-Filmerin und andere Zeugen brachten den leblosen Körper sofort in Sicherheit und verständigten die Rettungskräfte. Doch für Derrion kam jede Hilfe zu spät.
Dank des Videomaterials konnte die Polizei nun aber zumindest vier Verdächtige im Alter zwischen 16 und 19 Jahren festnehmen. Einer von ihnen wurde von seiner Mutter ausgeliefert, nachdem diese ihren Sohn in dem Video erkannt hatte. Nach drei weiteren Verdächtigen wird derzeit noch gefahndet.
"Er war am richtigen Ort, denn er kam von der Schule"
Allein im vergangenen Jahr kamen in Chicago 30 Schüler durch Straßengewalt ums Leben. Bereits im Jahr 2007 war der junge Blair Holt gestorben, nachdem in einem Linienbus auf ihn geschossen wurde. Seine Mutter Annette äußerte sich jetzt zu dem Fall von Derrion Albert: „Wieder einmal hat ein hoffnungsvolles Leben ein viel zu frühes Ende genommen. Irgendjemand hat gesagt, Derrion wäre zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen. Aber das stimmt nicht. Er war genau am richtigen Ort, denn er kam gerade von der Schule.“
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