Terror zur Wahl?
Deutschland fürchtet Terroranschlag
In den Geheimdienst-Reporten wird explizit vor einem Anschlag auf eine Passagier-Maschine mit Boden-Luft-Raketen gewarnt, heißt es. Als besonders bedroht gelte der Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt am Main, schreibt die "Bild". Der US-Geheimdienst CIA dürfte in den vergangenen Wochen zahlreiche Funksprüche des Terrornetzwerks Al Kaida abgefangen haben.
Ministerium: "Kein Grund zur Panik"
"Es gibt keinen Grund zur Panik", sagte ein Innenministeriumssprecher in Reaktion auf den Zeitungsbericht am Donnerstag in Berlin. Es gebe eine "abstrakte Gefährdung", das belegten die Drohbotschaften. Das werde ernst genommen, und die Sicherheitsbehörden täten das, was sie könnten.
Auch am Flughafen München wurden aber die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Gepanzerte Sonderwagen sind laut der Bundespolizei München zwar ganzjährig dort stationiert, das Aufgebot sei allerdings wie in ganz Deutschland zum Schutz von "Sicherheitsflügen" verstärkt worden. Zudem werde am ganzen Münchner Flughafen durch Polizisten mit Maschinenpistolen und Schutzwesten mehr Präsenz gezeigt. Zum Umfang der Maßnahmen wollte die Bundespolizei jedoch keine Angaben machen.
Al Kaida kündigte "böses Erwachen" an
Das Terrornetzwerk Al Kaida hatte erst am Dienstagabend in einem neuen Video seine Drohung gegen Deutschland bekräftigt. Das auf Islamisten-Websites veröffentlichte Video, das Teil einer Serie von Propaganda-Videos zum Jahrestag der Flugzeugattentate vom 11. September ist, sagt ein Terrorist: "Sie (die Deutschen) stehen gerade vor neuen Wahlen. Die Gotteskrieger haben sie gewarnt und ihnen die Gelegenheit zur Umkehr gegeben, so wie es unser Bruder Abu Talha, der Deutsche, erklärt hat."
Er nimmt Bezug auf das in der vergangenen Woche veröffentlichte Video des aus Bonn stammenden mutmaßlichen Al-Kaida-Terroristen Bakkay Harrach alias Abu Talha. Harrach sagt in dem Video, Deutschland werde nach der Bundestagswahl am 27. September ein "böses Erwachen" erleben.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.