Viele Patienten pendeln meist zwischen Hausarzt, Facharzt und dem Krankenhaus hin und her. Jeder Mediziner greift zum Rezeptblock und verschreibt eine Arznei. Das Problem: Kein Arzt weiß, was der Kollege angeordnet hat. „Das führt in vielen Fällen dazu, dass die Wechselwirkungen der einzunehmenden Medikamente böse Folgen haben können“, so Alfred Wurzer, Chef der Kärntner Gebietskrankenkasse.
27 Packungen pro Jahr
27 Packungen Arzneimittel „konsumiert“ im Durchschnitt jeder Kärntner pro Jahr, bei den über 80-Jährigen sind es sogar an die 70. „Fast 40 Prozent der bei uns aufgenommenen Patienten nahmen Medikamente ohne erkennbare Indikation, viele mussten auf Grund von Wechselwirkungen stationär aufgenommen werden“, so der Salzburger Kardiologe Dr. Jochen Schuler.
Um den Pillen-Unfug einzudämmen, hat die Krankenkasse gemeinsam mit der Ärztekammer einen Medikamenten-Pass aufgelegt. Damit weiß jeder Arzt genau, welche Arzneien der Patient nimmt und welche nicht zu seiner Medikamentendosis passen.
von Wilfried Krierer, "Kärntner Krone"
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