Konsulent geht

Richi di Bernardo beendet seine Tätigkeit

Kärnten
15.09.2009 18:35
Nach dem heftigen Wirbel um Konsulent Richi di Bernardo (Bild) zieht Kulturreferent Harald Dobernig nun die Notbremse. Er Beendet die Zusammenarbeit mit Di Bernardo nach Abwicklung der für heuer noch anstehenden Veranstaltungsserie. Der Rechnungshof hatte in einem Rohbericht Di Bernardos Vertrag mit dem Land, sein Gehalt und fehlende Nachweise für Landesförderungen in Höhe von 12.000 Euro kritisiert. Bereits im Februar wurde erstmals die Ablöse Di Bernardos gefordert.

Di Bernardo verdient laut Medienberichten 18.000 Euro brutto pro Jahr für seine Tätigkeit als "Volkskulturreferent". Was genau sein Tätigkeitsbereich ist, ist laut Landesrechnungshof im Vertrag mit dem Land zu wenig klar definiert. Es fehle die Vorgabe von Zielen und Erfolgsmaßstäben und somit ein Leistungsnachweis. 

Unstimmigkeiten wegen Firma
Bestellt wurde Richard di Bernardo 2004 vom verstorbenen Landeshauptmann Jörg Haider. Bereits im Februar wurde seine Absetzung von Vertretern der Volkskulturszene gefordert. 

Grund war die Veranstaltungsfirma KKI, die von Di Bernardos Tochter geleitet wird. In den Jahren 2007 und 2008 hätte das Unternehmen insgesamt 158.000 Euro an Förderungen von Seiten des Landes kassiert. Ungereimtheiten gibt es bei Nachweisen in Höhe von rund 12.000 Euro und auch bei den Besucherzahlen. Zudem sei die Buchhaltung schwer nachvollziehbar, weil es etliche Korrekturen und Nachbesserungen gegeben habe.

Auch eine Chor-DVD mit Beiträgen des verstorbenen Jörg Haider sorgte für Aufregung. Nachdem diese für den deutschen Markt adaptiert wurde, zogen sich etliche Chöre aus dem Projekt zurück und warfen Di Bernard Geschäftemacherei vor. 


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