Hauptmotivation für das Projekt, die gesamte Flotte des Mörbischer Unternehmens umzurüsten, wären besorgte Anfragen von Badegästen gewesen, die sich durch von den Booten möglicherweise ausgelaufenes Öl verunsichert gefühlt hätten, sagte Inhaberin Monika Sommer. Da sowohl Land als auch die Gemeinde Mörbisch einen Teil der Kosten durch Förderungen abdeckten, entschloss man sich, die Umstellung auf Pflanzenölantrieb zu wagen.
Motoren laufen weiterhin einwandfrei
Entscheidend sei auch gewesen, dass die Firma, die die technische Umrüstung des Antriebs vorgenommen hat, eine Garantie geben konnte, dass die Motoren auch mit Pflanzenöl einwandfrei funktionieren würden, so Helmut Rojacz vom Referat Wasserwirtschaft des Landes Burgenland. Vorteile durch die Verwendung von Pflanzenöl ergeben sich vor allem durch den CO2-neutralen Energieumsatz und den verminderten Ausstoß von Ruß.
Rapsöl kommt aus heimischer Produktion
Das Rapsöl für den Antrieb der sieben Schiffe werde derzeit im Burgenland und den benachbarten Bundesländern erzeugt, sagte Landesrat Falb-Meixner. Auch die seit Jahresbeginn laufende Produktion in der Ölmühle Großwarasdorf trage zur Deckung des Treibstoffbedarfs bei, betonte der Landesrat den energieautarken Ansatz des Projekts.
Passagiere reagieren interessiert
Mit der Umsetzung des Projekts in Mörbisch fährt bereits ein Sechstel der insgesamt 37 Rundfahrtsboote auf dem Neusiedler See mit Pflanzenöl. Ob die Umstellung auf den umweltfreundlichen Kraftstoff auch zu höherem Passagieraufkommen führe, konnte Monika Sommer am Mittwoch noch nicht beantworten. Dafür wäre es noch zu früh. Interesse und eine gewisse Neugier an der neuen Technologie seitens der Kunden sei aber feststellbar gewesen.
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