Derzeit erwarte man etwa 1.500 bis 2.000 Besucher und eine Wertschöpfung von rund 450.000 Euro, "wenn man von den Zahlen ausgeht, mit denen wir jetzt rechnen", erklärte Gernot Riedel, Chef der Wörthersee Tourismus. Es seien bereits über 1.000 Tickets verkauft worden und man könne etwa 3.500 bis 4.000 Übernachtungen generieren. "Die Nachfrage ist etwa viermal so stark wie im Vorjahr."
Wenig Neues im Programm
Außer dem nach einem Namensstreit geändertem Titel und der gesteigerten Nachfrage bleibt beim "Pink Lake" aber vieles beim alten: Das Programm wurde aus dem Vorjahr übernommen, die Website blieb im selben Design. "Wir hatten keinen Grund, das bewährte Konzept zu ändern, haben aber Teilbereiche dazugenommen", erklärte Riedel. Unter anderem sei die Anzahl der Schiffe für die "Boat Cruise Party" auf zwei aufgestockt worden, die Club Night stehe heuer unter dem Motto "Sissy Ball".
Ausschließlich für Männer
Gestrichen wurde der Teil des Programms, welcher sich 2008 speziell an Frauen richtete. "Die Zielgruppe ist heuer der schwule Mann", meinte der Wörthersee Tourismus-Chef. Studien, die belegen dass homosexuelle Männer mehr Geld verdienen und auch ausgeben, "können auch ausschlaggebend gewesen sein" für die geänderte Schwerpunktsetzung. Es gebe einfach mehr Studien über Schwule als über Lesben, die Szene speziell für Frauen scheine demnach nicht gegeben zu sein, so Riedel.
Eine Zusammenarbeit mit der heimischen Homosexuellenszene - etwa den Lokalitäten in Klagenfurt - kam auch heuer nicht zustande. "Das kann den Hintergrund haben, dass es (das Festival, Anm.) von außen gekommen ist", meinte Riedel. Initiiert wurde die Veranstaltung im Vorjahr von der Agentur "Communigayte", mit Sitz in Frankfurt, die heuer das Marketing übernommen hat.
Zeitgleich mit dem "Pink Lake" findet auch die jährliche "European Bike Week" in Faak am See statt - ungewollt, betonte Riedel. "Das Harley Treffen ist auf unseren Termin gegangen", man habe zwar ausweichen wollen, hätte aber kein Konfliktpotenzial gesehen. Wie man das im nächsten Jahr vermeiden könne, müsse man sich erst anschauen, im Vordergrund stehe aber generell die Belebung der Nachsaison.
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