Der frühe Schulbeginn nütze den Eltern und schade den Kindern, heißt es. Kinder und Jugendliche brauchen bis zu zehn Stunden Schlaf; das frühe Aufstehen reiße sie aus dem Rhythmus.
"In Kärnten nicht machbar"
In Kärnten ist die Situation besonders krass: Die erste Stunde beginnt im Schnitt um 7.45 Uhr, manche Schulen, vor allem auf dem Land, starten schon um 7.30 Uhr. Landesschulratspräsident Walter Ebner lehnt dennoch einen späteren Beginn ab: „Das mag in der Stadt denkbar sein. Auf Grund der Busverbindungen auf dem Land ist es in Kärnten nicht machbar.“
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Außerdem gibt Ebner zu bedenken: „Später anfangen, heißt auch später aufhören. Ich sehe eher das Problem, dass die Schulen wegen der Berufstätigkeit der Eltern früher aufsperren müssen, damit die Kinder betreut sind.“
Kurt Lobnig, der die Elternvereine von Pflichtschulen vertritt, sieht in den frühen Beginnzeiten auch Vorteile: „Die Kinder sind zum Mittagessen zu Hause und haben am Nachmittag mehr Freizeit. Das ist auch kindergerecht.“ Lobnig verweist darauf, dass der Unterrichtsbeginn schulautonom festgelegt werden kann: „Ich habe aber noch nie den Wunsch von Eltern gehört, später anzufangen.“
"Kinder lernen am Vormittag leichter"
Auch Gabriele Herbst, Elternverein-Sprecherin für die höheren Schulen, hält nichts von einer Änderung: „Die Kinder lernen am Vormittag leichter. Und am Nachmittag haben sie Zeit für andere Aktivitäten.“
von Waltraud Dengel, "Kärntner Krone"
Symbolbild
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