Blutiges Chaos
19-Jähriger bei Strandparty erschossen
"Wir sind geschockt und wir entschuldigen uns", sagte ein Sprecher der Veranstalter am Sonntag. "Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen des Toten und den Verletzten." Rotterdams Bürgermeister Ahmed Aboutaleb kündigte eine umfangreiche Untersuchung des Geschehens am Strand der Ortschaft Hoek van Holland an. Er räumte ein, die Polizei habe Kenntnis davon gehabt, dass Fußball-Hooligans die Massenparty besuchen wollten.
Polizisten feuern auf Angreifer
Augenzeugen berichteten, es habe neben Massenschlägereien mindestens zwei Schießereien gegeben, davon eine zwischen Besuchern und eine mit den Polizisten, die zunächst Warnschüsse abgaben. Ein Polizeisprecher sagte, die Beamten seien von einer größeren Menge tätlich angriffen worden und hätten sich bedroht gefühlt, ehe sie auf einen Mann schossen. Sein Zustand sei stabil, die Verletzungen seien nicht lebensbedrohlich. Die Sicherheitskräfte hätten die Lage zunächst nur beobachtet, dann aber sofort eingegriffen, als am Strand Schüsse zu hören waren. Mehrere Menschen wurden festgenommen.
Die Behörden warfen den Veranstaltern vor, viel zu viele Menschen an den Strand gelassen zu haben. Die Party sei für maximal 15.000 Besucher zugelassen gewesen, es seien jedoch etliche Tausend mehr gekommen. Unter ihnen waren viele Gäste aus Deutschland, Belgien und Großbritannien. Die Show mit prominenten DJs - darunter Sunnery James & Ryan Marciano, Lucien Foort und Roog - wurde nach den ersten Schüssen sofort abgebrochen.
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