Protest auf Kran

Fünf Mailänder retten ihr Metallunternehmen

Ausland
12.08.2009 11:46
Fünf Arbeiter des Mailänder Metallunternehmens Innse, die aus Protest gegen die Auflösung ihrer Firma einen zehn Meter hohen Kran bestiegen und acht Tage lang gedroht hatten, in die Tiefe zu springen, haben Grund zum Feiern. Nach ihrem ungewöhnlichen Protest, der die Aufmerksamkeit der Medien weckte, meldete sich ein Käufer für das bankrotte Unternehmen. Der Innse-Konzern wird jetzt von der prestigereichen Stahlgruppe Camozzi übernommen. Damit können rund 50 Jobs gerettet werden.

14 Monate lang belagerten die Arbeitnehmer die Innse-Fabrik, um ihre Auflösung zu verhindern. Als der Kampf verloren schien, entschlossen sich fünf Arbeitnehmer zum aufsehenerregenden Protest auf dem Kran im Innse-Produktionswerk. Hunderte weitere Demonstranten schlossen sich vor dem Unternehmen dem Protest an.

Polizeichef vermittelte
Zuletzt setzte sich auch Mailands Polizeichef Gianvalerio Lombardi als Vermittler zwischen den Innse-Besitzern und den Arbeitnehmern ein. Dank des Medienrummels entschloss sich die Gruppe Camozzi, ein Angebot für Innse einzureichen. Für vier Millionen Euro wurde das Produktionswerk gekauft, berichteten italienische Medien.

"Innse ist ein traditionsreiches Metallunternehmen. Wir werden es sanieren", versicherte Attilio Camozzi, Besitzer der gleichnamigen lombardischen Gruppe. Die Innse-Arbeitnehmer feiern inzwischen. "Wir sind ein Beispiel für alle krisengeschüttelten Unternehmen, in dem man die Belegschaft entlassen will", sagte Luigi Esposito, Sprecher der Demonstranten.

Symbolbild

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
12.08.2009 11:46
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung