Flammenmeer
Wald- und Buschbrände in Südeuropa
Bereits vor dem Wochenende hatten die Feuer auf Korsika etwa 15 Häuser und 60 Autos zerstört. Mindestens sechs Menschen erlitten bei den Löscharbeiten Verletzungen. Die Polizei nahm seit Freitagabend drei mutmaßliche Brandstifter fest, darunter zwei Landwirte. Sie sollen am Donnerstagabend heftig gefeiert und auf dem Heimweg gezündelt haben, berichtete der Radiosender France Info.
Auch die italienische Feuerwehr bekämpfte am Sonntag noch zahlreiche Waldbrände im Süden des Landes, unter anderem auf den Inseln Sardinien und Sizilien und in den Regionen Kalabrien und Apulien. Als besonders kritisch schätzte der Zivilschutz die Lage auf Sardinien ein, wo sich die meisten der noch aktiven Feuersbrünste befinden. Die Brandgefahr werde durch eine Hitzewelle mit afrikanischem Wind und Höchsttemperaturen von bis zu 46 Grad noch verstärkt, hieß es. In den vergangenen Tagen hatten Feuerwehr und Zivilschutz Hunderte Menschen in Sicherheit bringen müssen.
Neun Tote in Spanien
In Spanien bekamen die Löschmannschaften nach tagelangem Kampf die bisher größten Waldbrände dieses Sommers unter Kontrolle. Zwar seien in der am schlimmsten betroffenen Region Aragonien im Norden des Landes noch kleine Feuer aktiv, doch auch sie seien inzwischen eingedämmt, teilten die Behörden nach Rundfunkberichten vom Sonntag mit. Den Flammen sind landesweit etwa 430 Quadratkilometer Wald und Buschwerk zum Opfer gefallen. Insgesamt haben die Waldbrände in Spanien neun Menschen das Leben gekostet. 17 mutmaßliche Brandstifter wurden festgenommen.
Lage in Griechenland leicht entspannt
In Griechenland entspannte sich die Lage am Sonntag ein wenig, nachdem die Gluthitze etwas nachgelassen hatte - die Thermometer zeigten "nur" noch 38 Grad statt, wie am Samstag, 43. Die Feuerwehr konnte mit Hilfe von Löschflugzeugen zwei große Buschbrände auf der Halbinsel Peloponnes sowie nahe der südkretischen Hafenstadt Ierapetra unter Kontrolle bringen. "Von Entwarnung kann nicht die Rede sein", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. In den nächsten Tagen werden in der Ägäis heftige Winde erwartet. Das erhöhe die Gefahr von Waldbränden, hieß es. Innerhalb von drei Tagen waren in Griechenland rund 80 kleinere Brände ausgebrochen.
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