Murenabgänge in Oberdrauburg und im Gailtal, wo die Plöckenpassstraße auf einer Länge von 30 Metern verschüttet wurde, sorgten für Sperren und Verkehrsbehinderungen.
Während die Straßenmeistereien die Fahrbahnen wieder vom Schlamm und Geröll befreiten, mussten die Feuerwehren in Straßburg umgestürzte Bäume entfernen und überflutete Keller auspumpen.
So gab es etwa im Gurktal im Bezirk St. Veit/Glan Verkehrsbehinderungen. Hier waren mehrere Bäume geknickt und lagen quer über die Fahrbahnen. Die Feuerwehr musste die Hindernisse entfernen.
Drau drohte überzutreten
Zwischen Villach und Spittal drohte sogar die Drau überzulaufen. Um großflächige Überschwemmungen zu verhindern, wurden von der Austrian Hydro Power die Schleusen bei den Drau-Kraftwerken geöffnet, bis zu 400 Kubikmeter Wasser pro Sekunde wurden so abgelassen. So konnte am Nachmittag wieder Entwarnung gegeben werden.
Häuser im Bezirk Spittal gefährdet
In einigen Teilen Kärntens kam es jedoch zu Überschwemmungen. Im Reißeckgebiet im Bezirk Spittal/Drau führte der Rieckenbach Hochwasser, dadurch drohte ein Staubecken des Flusses oberhalb der Ortschaft Kolbnitz überzugehen. Angrenzende Häuser waren gefährdet.
In Steindorf im Bezirk Feldkirchen trat der „Daminigbach“ über die Ufer. Wasser und Schlamm ergossen sich über die Dorfstraße und angrenzende Grundstücke. Feuerwehren standen mit schwerem Gerät im Aufräumeinsatz. Erst, als die Niederschläge nachließen, entspannte sich die Lage.
10.000 Blitze in zwölf Stunden
Zudem gingen heftige Gewitter in Kärnten nieder. „Wir registrierten etwa 10.000 Blitze in nur zwölf Stunden“, berichtet Meteorologe Hannes Rieder. Durchschnittlich gibt es sonst im ganzen Juli nur 8.000 Blitze.
Schneefall im Gebirge
Und mitten im Hochsommer sorgte die Kaltfront mit Schneefall im Gebirge und auf vielen Pässen für winterliche Verhältnisse. Auf der Katschberg- und der Felbertauernstraße kamen Sommerurlauber auf Schneematsch ins Rutschen und für die Großlockner Hochalpenstraße galt überhaupt Kettenpflicht.
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