Von insgesamt 9.175 geschaffenen Betreuungsplätzen seien 4.777 für unter dreijährige Kinder entstanden, erklärte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) am Donnerstag. Damit könnten derzeit rund 14 Prozent der Kleinkinder betreut werden, "nächstes Jahr sollte es jedes dritte Kind unter drei Jahren sein".
Wien, Niederösterreich und die Steiermark haben die Betreuungsplätze am fleißigsten ausgebaut. Niederösterreich und Wien haben im vergangenen Kindergartenjahr mit einem Plus von rund 2.200 beziehungsweise 1.200 auch die meisten Plätze für unter Dreijährige geschaffen. Schlusslicht ist hier Kärnten, wo es sogar einen kräftigen Rückgang gibt. Für Kinder gibt es dort 88 Plätze weniger als im Jahr davor.
Mehr als 3.000 neue Arbeitsplätze
Mit dem Ausbau der Betreuungsplätze wurden auch rund 3.270 Arbeitsplätze geschaffen, betonte Heinisch-Hosek. Dies entspreche einer Steigerung von fast acht Prozent. Die Nachfrage nach Personal für die Kinderbetreuung würde in Zukunft weiter steigen, meinte die Frauenministerin. Man werde sich deshalb erstens das Gehalt der Betreuerinnen anschauen müssen und außerdem auch arbeitslose Männer motivieren, sich umschulen zu lassen.
Heinisch-Hosek sieht in der Bilanz die Mittel des Bundes, dreimal 15 Millionen Euro jährlich bis 2010, sowie auch die Investitionen der Länder, die 20 Millionen Euro pro Jahr zuschießen, bestätigt. Klar sei aber auch: "Wir dürfen hier nicht stehen bleiben." Die Betreuung müsse noch "lückenloser" werden, vor allem ganztägige Betreuungsplätze müssten weiter ausgebaut werden. Die Frauenministerin will außerdem, dass die Länder die Schließungstage "harmonisieren", da diese nicht den Anforderungen von berufstätigen Eltern entsprechen würden. Man müsse "rechtzeitig dafür Sorge tragen, dass die Mittel auch nach 2010 zur Verfügung stehen".
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